«Deutsch-völkische, schmissige Männerbünde gewinnen an Einfluss»

In Österreich greift die Sorge um sich, dass rechtsnationale Burschenschaften an Einfluss und Macht gewinnen. Seit dem neuerlichen Regierungseintritt der Freiheitlichen, der FPÖ, drängen immer mehr Mitglieder von Burschenschaften in wichtige Ämter in Ministerien und staatlichen Betrieben.

Drei Burschenschaftler mit Schärpen und Mützen an einer Veranstaltung in der Wiener Hofburg fröhnen dem Bier trinken.
Bildlegende: Burschenschaftler an einem Treffen in der Wiener Hofburg fröhnen dem Biergenuss. Keystone

Wie kommt das? Bis vor kurzem wurden schlagende Burschenschaften in Österreich von der breiten Öffentlichkeit nämlich kaum wahrgenommen, sie schienen aus der Zeit gefallen. Ihre Mitglieder, junge und ältere Herren in bunten Mützen, mit Schärpen über der Brust und Schmissen im Gesicht, galten als Kuriosum. Doch wer glaubte, diese Burschenschaften seien in Österreich längst passé, irrt sich. Das sagt Joe Schelbert, langjähriger Auslandredaktor von Radio SRF mit Spezialgebiet Österreich.

Im Gespräch erklärt er, wer diese Burschenschafter sind, wie ihre Seilschaften funktionieren und wie es zu ihrem rasanten Bedeutungszuwachs in den letzten Jahren gekommen ist.

Autor/in: Marlen Oehler, Redaktion: Marlen Oehler