Fluch oder Segen? Das grosse Geschäft mit Altkleidern in Afrika

In Ghana oder Kenia nennt man sie auch die «Kleidung von toten Weissen». Gemeint sind die gebrauchten, ausgesonderten Kleidungsstücke aus Europa oder den USA, also Altkleider, die meist in Afrika landen. Ein Milliardengeschäft.

Frau durchwühlt Altkleider auf einem Secondhandmarkt in einem Slum nahe Nairobi.
Bildlegende: Geschäft mit Altkleidern: Secondhand-Markt in einem Vorort von Nairobi Keystone

Dagegen regt sich auch Widerstand. Die Regierungen von mehreren afrikanischen Ländern südlich der Sahara wollten solche Altkleider-Importe stoppen, weil durch diese die lokale Textilindustrie zerstört werde.

Wie das grosse Geschäft mit Altkleidern aus dem Westen läuft, inwiefern sie die afrikanischenTextilindustrien bedrohen und warum vor allem Billigware aus China ein Problem ist, im Gespräch mit Afrika-Korrespondentin Anna Lemmenmeier.

Autor/in: Marlen Oehler, Redaktion: Marlen Oehler