«Macron will von der postkolonialen Afrikapolitik wegkommen»

Er wolle ein neues Kapitel in den französisch-afrikanischen Beziehungen aufschlagen. Es werde in Zukunft keine französische Afrikapolitik mehr geben. Aber einen Kontinent, den Frankreich auf Augenhöhe betrachte. Das sagte Präsident Macron in einer Grundsatzrede in Burkina Faso kurz nach Amtsantritt.

Der französische Präsident Macron mit afrikanischen Tänzern bei einem Staatsbesuch in Nigeria 2018.
Bildlegende: Staatsbesuch in Nigeria Juli 2018: Präsident Macron möchte auch die Beziehungen zu den anglo-afrikanischen Staaten stärken Keystone

Frankreich will sein Verhältnis zu Afrika neu gestalten, und seine Afrika-Politik von allen kolonialen Altlasten entstauben. Erste Indizien dafür gibt es. Etwa die Bemühungen Macrons, afrikanische Kunstwerke an die Herkunftsländer zurückzugeben.

Wo stehen wir in diesem Prozess und was sind Anzeichen für diese neue französische Afrikapolitik?

Darüber sprechen wir mit Frankreich-Korrespondenten Daniel Voll.

Autor/in: Marlen Oehler, Redaktion: Marlen Oehler