Die reformierte Schweiz und das orthodoxe Armenien

2015 jährt sich der Genozid an den ArmenierInnen zum 100. Mal. Der Katholikos der Armenischen Apostolischen Kirche von Kilikien, Aram I., besuchte vergangene Woche die Schweiz und dankte dem Schweizer Volk für seine Hilfe.

Damals, vor 100 Jahren, waren es vor allem reformierte Kreise, die die Solidarität mit den Armenierinnen und Armeniern einforderten. Eine Petition wurde lanciert, hunderte Flüchtlinge selbstverständlich aufgenommen und in kirchlichen Heimen untergebracht. Auch die Gedenk-Feierlichkeiten heute werden vom SEK, dem Kirchenbund der evangelisch-reformierten Kirchen der Schweiz gross angelegt. Doch wo ist die Solidarität mit den aktuellen Flüchtlingen heute, wo in derselben Weltgegend wieder Krieg und Zerstörung herrscht? Warum fordert der Kirchenbund heute seine Mitglieder nicht zu mehr Engagement auf?

Im Weiteren:

  • Opferorganisationen demonstrieren in den USA und fürchten, dass der Papstbesuch ihnen nichts bringen wird. Die Ahndung der Übergriffe an Kindern und Schutzbefohlenen durch Kirchenangestellte komme nur schleppend voran.
  • Glocken der Heimat der röm.-kath. Kirche in Estavayer FR

Redaktion: Judith Wipfler