Die römisch-katholische Kirche im Kongo im Dilemma

Soll die römisch-katholische Kirche die Wahlen im Kongo kritisieren oder dem Frieden zuliebe schweigen?

Die römisch-katholische Kirche stellte bei den Wahlen im Kongo im vergangenen Dezember 40'000 Wahlbeobachter. Deshalb weiss sie: Das Wahlresultat wurde gefälscht. Doch trotz des offensichtlichen Betrugs blieb die Situation grösstenteils friedlich. Keine Selbstverständlichkeit, im kriesengeschüttelten Kongo. Nun sieht sich die Kirche mit einem Dilemma konfrontiert: Denn das Vorgehen ist inakzeptabel. Doch kann sie der Kritik willen den Frieden opfern?

Weiteres Thema:
«Gott, Koran, Chomeini» skandierten die Menschen vor genau 40 Jahren im Iran. Die islamische Revolution befand sich auf ihrem Höhepunkt. Die Religion spielte dabei eine wichtige Rolle – als verbindendes Element und als Hoffnungsträgerin für eine neue, gerechtere Gesellschaft. Der deutsch-iranische Islamwissenschaftler Reza Hajatpour war damals mit dabei bei der islamischen Revolution und erzählt von seinen Erlebnissen und der Rolle der Religion.

Buchtipp: Reza Hajatpour. Der brennende Geschmack der Freiheit. Mein Leben als junger Mullah im Iran. Edition Suhrkamp, 2005.

  • Glocken der Heimat der römisch-katholischen Kirche Menznau LU

Redaktion: Nicole Freudiger