«Ein Gott der uns braucht»: Erinnerung an Dorothee Sölle

Gott sei nicht omnipotent, meinte Dorothee Sölle. Gott habe ja Auschwitz auch nicht verhindern können. Es sei eine falsche Vorstellung, dass Gott es schon richten werde, es liege auch an uns, etwas zu tun und uns für Gerechtigkeit einzusetzen. Vor 10 Jahren starb die Theologin.

Dorothee Sölles zahlreichen Sachbücher und Lyrikbände zeugen von einem radikalen Zugang zur Bibel.
Bildlegende: Dorothee Sölles zahlreichen Sachbücher und Lyrikbände zeugen von einem radikalen Zugang zur Bibel. Keystone

Dorothee Sölle war umstritten: Für die Frommen war sie die Politische, für die Politischen war sie die Fromme. Den Bischöfen galt sie als Kirchenzerstörerin, den Atheisten als viel zu kirchlich. Die Theologin war aktiv in der Friedensbewegung, aber hatte auch einen radikalen Zugang zur Bibel. 

Weiteres Thema: Das Gesetz zur sogenannten Homo-Ehe und zu den Adoptionsrechten für Homosexuelle ist in Frankreich eine beschlossene Sache. Doch der Widerstand, vor allem von kirchlicher Seite lässt nicht nach. Wie betrachtet das ein homosexueller christkatholischer Pfarrer?

Mit den Glocken der ev.-ref. Kirche Lauperswil  BE