Japanische Reformierte zu Besuch im Zwingli-Land

Eine Delegation japanischer Protestantinnen und Protestanten besucht die Schweiz. Sie möchten das soziale Engagement und das politische Denken des Schweizer Reformators besser kennen lernen.

Rund 800'000 Christinnen und Christen leben in Japan – eine kleine Minderheit. Die meisten von ihnen kannten Johannes Calvin. Huldrych Zwingli aber war beinahe unbekannt. Doch im Jubiläumsjahr Zwinglis soll sich das ändern. Eine Woche lang reisen die japanischen Reformierten durch die Schweiz. Was nimmt die bislang eher konservative und apolitische Kirche vom Denken Zwinglis mit nach Hause? Gibt der Besuch neuen Schwung für das Engagement der reformierten Kirche in Japan, etwa bei der Bewältigung der Reaktorkatastrophe von Fukushima oder gegen die wachsende Militarisierung?
Nicole Freudiger

 

Weiteres Thema:
«Living Stones - lebendige Steine»
Freiwillige bieten Touristen und Gläubigen in Kirchen spezielle Führungen an: kunstgeschichtlich-spirituelle Touren. Sie gehören zur Bewegung der «Living Stones», der «lebendigen Steine». Als gläubige Christen zeigen sie, dass Kirche mehr ist als Kirchengebäude aus Stein.
In der Schweiz gibt es die Kirchenführungen der Bewegung «Living Stones» bisher in Luzern, Fribourg und St. Gallen. Inzwischen engagieren sich etwa 300 junge Menschen in ganz Europa bei den «Living Stones». Sie gestalten Kirchenführungen und wollen die Steine der Kirchengebäude zum Reden bringen. Gegründet wurde die Bewegung vom Jesuiten Jean-Paul Hernández.
Norbert Bischofberger

  • Glocken der Heimat der ev.-ref. Kirche Meikirch (BE)

Redaktion: Kathrin Ueltschi