Trauer und Protest am Flüchtlingstag

In den letzten 15 Jahren sind über 35'000 Menschen auf der Flucht nach Europa umgekommen. Am nationalen Flüchtlingstag machen die offenen Kirchen Bern und Zürich auf diese Toten aufmerksam.

In die Trauer mische sich Wut, sagt Andreas Nufer von der Offenen Kirche Bern. Keiner dieser Menschen hätte sterben müssen, meint er. Viele flüchtende Menschen ertranken im Mittelmeer, erstickten in Lastwagen oder kamen in Durchgangslagern zu Tode. Die meisten dieser Frauen, Männer und Kinder sind namenlos. Das möchten die Offenen Kirche in Bern und Zürich ändern. Einen ganzen Tag lang werden Namen oder Schicksale all dieser Menschen verlesen, betrauert und erinnert.

Weiteres Thema:
Unter dem Motto «Gleichberechtigung. Punkt. Amen» beteiligen sich auch Kirchenfrauen am nationalen Frauenstreiktag vom 14. Juni - und streiken während des anschliessenden Wochenendes weiter: Gottesdienste werden ausschliesslich mit Frauen besetz, ersatzlos gestrichen oder es wird zum Gespräch über Kirchenpolitik eingeladen. Die unterschiedlichen Aktionen wollen auf eins aufmerksam machen: Fehlende Gleichberechtigung der Geschlechter, auch in der Kirche. Ist Veränderung von unten möglich?

Glocken der Heimat der christkatholischen Kirche Obermumpf AG

Redaktion: Nicole Freudiger