Wer war er denn, der Bruder Klaus?

Er war ein Bauer, Politiker und Familienvater. Er war erfolgreich und durchaus wohlhabend. Aber Niklaus von Flüe verliess sein komfortables Leben und zog als Einsiedler in die Ranft-Schlucht.

Bruder Klaus suchte den Kontakt zu Gott und empfing Visionen. Dabei verlor er aber nicht die Bodenhaftung: Er war ein beliebter Ratgeber in schwierigen Situationen.
Und auch heute noch finden viele Menschen - ob gläubig oder nicht - den Weg in den Ranft. Einige fasziniert die Mystik von Bruder Klaus, der Obwaldner ist mittlerweile von der römisch-katholischen Kirche heiliggesprochen worden. Andere bezeichnen den Ranft als «Kraftort» und suchen Inspiration und Ruhe. Wieder andere fasziniert Niklaus von Flües radikaler Lebenswandel. Für jeden und jede ist also etwas dabei, es wird viel in die historische Figur hineininterpretiert. Was kann man denn wirklich noch von ihm wissen?

Weiteres Thema: Das Wort Gender ist in der römisch-katholischen Kirche ein Reizwort. Gender meint das soziale Geschlecht im Unterschied zum biologischen Geschlecht. Gender thematisiert Bilder und Rollen, die Frauen und Männern zugeschrieben werden. Der Papst vermutete aber, die Gender-Theorie sei ein Ausdruck von Frustration und Resignation von Leuten, die mit Geschlechterunterschieden nicht umgehen könnten. Fünf Theologinnen und Autorinnen aus der Schweiz wollten mit solchen Vorurteilen aufräumen und veröffentlichten nun eine Comic-Broschüre zum Thema Gender.

  • Glocken der Heimat: evangelisch-reformierte Kirche Olten SO

Redaktion: Antonia Moser