Die missbrauchten Liebesbriefe

Medium: DVD
Dauer: 90 Min.
Original: Schweizerdeutsch/Deutsch
Sprachen: Französchisch, Italienisch
Untertitel: Untertitel für Hörbehinderte
Produktion: 1940
Bildformat: 4:3
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Die missbrauchten Liebesbriefe

Irgendwann im vorletzten Jahrhundert meldet sich in Seldwyla der Junglehrer Wilhelm (Paul Hubschmid) beim Schulpfleger (Heinrich Gretler) zum Stellenantritt. Er wirkt schüchtern und gehemmt. In der Schule aber pflegt er einen so modernen Stil, dass sich der Pastor (Emil Hegetschweiler) bald besorgt fragt, ob da gar ein Atheist am Werk sei. Sorgen ganz anderer Art macht sich der Kaufmann Viggi Störteler (Alfred Rasser), der unter dem Pseudonym Kurt von Walde literarische Produkte publiziert. Diese nämlich gefallen dem feinsinnigen Wilhelm ganz und gar nicht. Weil er für vier Monate nach Berlin reisen muss, plant Störteler einen «Briefwechsel zweier Zeitgenossen: Kurt – Alwina». Dafür schreibt er seiner Frau Gritli (Anne-Marie Blanc) einen geschwollenen Liebesbrief, den sie geistreich beantworten soll. Weil sich die Überforderte nicht zu helfen weiss, greift sie zu einer List: Sie schreibt Viggis Brief ab, unterzeichnet mit ihrem Namen und steckt ihn kommentarlos dem Lehrer zu. Der sieht eine Romanze keimen und antwortet. Sein Brief geht, in Gritlis Handschrift, nach Berlin. Weitere Liebespostillen folgen. Viggi Störteler ist entzückt über die Begabung seiner Frau, bis er nach seiner Rückkehr dem wahren Verfasser auf die Schliche kommt.

Alfred Rasser, der am 29. Mai 2007 seinen 100. Geburtstag hätte feiern können, ist auch 30 Jahre nach seinem Tod unvergessen. Als Kabarettist, Theater- und Filmschauspieler gehörte der begnadete Komödiant und engagierte Demokrat zu den herausragenden Schweizer Künstlern des vergangenen Jahrhunderts. Neben seiner populärsten Figur, dem HD-Soldaten Läppli, spielte er eine der wenigen Filmhauptrollen in der Komödie «Die missbrauchten Liebesbriefe» aus dem Jahr 1940. Der Film basiert auf einer Geschichte aus Gottfried Kellers Sammlung «Die Leute von Seldwyla». Das Drehbuch schrieben Richard Schweizer, Horst Budjuhn und Kurt Guggenheim, drei ausgewiesene Kapazitäten in ihrem Bereich. Regisseur Leopold Lindtberg gelang eine ebenso filmische wie stimmige Umsetzung der charmant-witzigen literarischen Vorlage. Das Werk fand denn auch, mitten im Krieg, im Ausland Anerkennung. An der Biennale von Venedig wurden «Die missbrauchten Liebesbriefe» preisgekrönt.

Film aus dem Jahre 1940 / schwarz-weiss / Bildformat: 4:3

Bonus:
- Credits und technische Angaben
- Anmerkungen zum Film
- Fotos vom Dreh
- Standfotos
- Gespräch mit Leopold Lindtberg
- Gespräch mit Anne-Marie Blanc und Dr. phil. Charles Linsmayer
- Pressestimmen
- Einführung zum Film von Dr. phil. Felix Aeppli