Menschen die vorüberziehen

Medium: DVD
Dauer: 97 Min.
Original: Schweizerdeutsch
Produktion: 1941/42 s/w
Bildformat: 4:3
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Menschen die vorüberziehen

Der Kleinzirkus «Arena Komet» ist im Mittelland unterwegs. Bei der Anfahrt zum neuen Standort in einer kleinen Stadt gibt es Probleme. Ein Achsenbruch legt die Wagenkolonne lahm. Marina (Marion Cherbuliez), die Tochter von Direktor Horn (Adolf Manz), lässt ihr Pony grasen und verärgert damit die alte Bäuerin (Ellen Widmann) auf dem Bucherhof. Zum Glück tritt deren Sohn Hans (Willy Frey) dazwischen und schlichtet den harmlosen Streit. Am Abend zieht Marina erneut los und stiehlt auf demselben Hof einen Sack Heu für ihren Liebling. Die Bäuerin geht zur Polizei. Der in seiner Ehre tief verletzte Zirkusdirektor muss eine Untersuchung über sich ergehen lassen, die zu allem Übel auch noch den Sack zutage fördert. Doch da sagt Hans, er habe Marina das Heu geschenkt. Die Notlüge wird zum Beginn einer ungewöhnlichen Freundschaft. Marina tritt auf dem Hof eine Lehre als Magd an, überwindet schliesslich gar die Abneigung der Bäuerin. Eine Heirat scheint sich anzubahnen. Doch dann, nach einem Jahr, kommt der Zirkus wieder in die Gegend. Direktor Horn stürzt bei einer Hochseilnummer tödlich ab. Und Marina kann nicht anders: Sie tritt in Vaters Fussstapfen.

1942, mitten in der Zeit der geistigen Landesverteidigung, inszenierte der Regisseur und Schauspieler Max Haufler einen Heimatfilm, der aus dem damals üblichen Rahmen fiel. Basierend auf einem Drehbuch von Jakob Welti und Horst Budjuhn zeigt er zwei völlig gegensätzliche Lebensformen, die sich gleichwertig gegenüberstehen: das sesshafte Bauerntum und das fahrende Künstlervolk. Hauflers Sympathien liegen dabei - trotz durchaus versöhnlichem Grundton - bei den Artisten, bei den «Heimatlosen». Das poetisch dichte Werk wird getragen von packenden Bildern (Kamera: Harry Ringger) und hervorragenden Darstellern.

Specials: Historische Hintergründe über die Entstehung des Films / Film: Erinnerung an Max Haufler (45 Min.) / Beitrag über die Rettung des Filmmaterials