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Allgemein Brexit bedroht die britische Sportwelt

Noch ist nicht klar, wie sich der EU-Austritt auf den Sport auswirkt. Drastische Konsequenzen sind denkbar.

Schlechter Börsenkrus
Legende: Droht der grosse Einbruch? Brexit sorgt in Grossbritanniens Sportwelt für Unbehagen. Getty Images

«Verdammte Scheisse!», kommentierte der früherer Nationalspieler Gary Lineker das Abstimmungsergebnis auf Twitter. Tatsächlich befürchtet insbesondere der britische Fussballbetrieb Schlimmes. Doch auch andere Bereiche der Sportwelt auf der «Insel» könnten künftig mit grösseren Umwälzungen zu kämpfen haben.

Mögliche Auswirkungen von Brexit

  • Die Anzahl ausländischer Fussballer nimmt ab. Mehr als 100 aktuelle Premier-League-Profis hätten ohne EU-Bestimmungen nicht auf die Insel wechseln dürfen.
  • Die TV-Gelder sind wegen der Abwertung des britischen Pfunds weniger wert.
  • Weil Talente erst ab 18 Jahren (in der EU ab 16) verkauft werden dürfen, gehen den englischen Klubs Millionen für ihre Ausbildungsleistungen durch die Lappen.
  • Durch die vorausgesagten Rezession drohen stark reduzierte Einnahmen beim Verkauf von Merchandising-Artikeln oder Eintrittskarten.
  • Eine geschwächte Wirtschaft wäre Gift für die Finanzierung sportlicher Grossanlässe wie z.B. Wimbledon oder dem Formel-1-Rennen von Silverstone.
  • Der erschwerte Zugang zum EU-Binnenmarkt macht den bislang lukrativen Handel mit Medienrechten problematisch.
  • Zur Unterstützung des gesellschaftlich bedeutsamen Breitensports fehlt das Geld.
  • Aufgrund zu erwartender Zölle dürften importierte Sportartikel in absehbarer Zeit teurer und damit schwerer zu verkaufen sein.

Sendebezug: Brexit-Sondersendungen bei SRF, 24.6.2016

9 Kommentare

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  • Kommentar von Reto Munteler, Zürich
    "Die Anzahl ausländischer Fussballer nimmt ab." - Dafür nimmt die Anzahl inländischer Fussballer zu! Entspricht ja genau der Forderung von Roy Hodgson nach dem frühen WM-Out vor zwei Jahren, dass englische Fussball-Profis besser gefördert werden sollten. So liesse sich für jeden der obigen Punkte ein Gegenargument aufführen, so man denn mehr als 500 Zeichen zur Verfügung hätte. Am Anfang gibt es vielleicht ein paar Probleme, bis sich das unter den neuen Vorzeichen wieder eingependelt hat.
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  • Kommentar von Hans Fürer, Au-ZH
    Nichts von alledem wäre wirklich schlimm, ausser für diejenigen, welche bisher unermesslich viel Geld daran verdienst haben!
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  • Kommentar von A. Moser, Interlaken
    Man kann die "möglichen Horrorszenarien" auch seeeehr weit suchen gehen... :-)
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