Ein Zeichen im Kampf gegen Doping

Die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) veröffentlichte eine Liste von 114 Personen. Darin werden Trainer und Ärzte benannt, die Athleten unterstützen, verbotene Substanzen einzunehmen.

Reagenzgläser im Labor. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Den Dopingsündern auf der Spur Die WADA kündigt ein strikteres Vorgehen an. Keystone

Anhand der publizierten Liste von sogenannten disqualifizierten Personen sollen Sportler künftig besser entscheiden können, wem sie sich anvertrauen und wem nicht.

«  Tut euch nicht mit jemandem zusammen, der Anti-Doping-Regeln gebrochen hat. »

Die WADA-Botschaft

WADA-Präsident Craig Reedie erklärte diese Massnahme damit, dass sich zunehmend die Erkenntnis durchsetze, dass Sportler nicht allein dopten. Stattdessen würden sie oft durch jemanden aus ihrem Umfeld dazu ermutigt. Deshalb solle die Nachricht ausgesendet werden: «Tut euch nicht mit jemandem zusammen, der Anti-Doping-Regeln gebrochen hat.»

Ferrari, Graham und Drummond kommen schlecht weg

Zu den bekannten Personen gehören der lebenslang gesperrte italienische Arzt Michele Ferrari und Ex-Leichtathletik-Trainer Trevor Graham. Dieser hatte unter anderen mit der des Dopings überführten amerikanischen Sprinterin Marion Jones zusammengearbeitet. Auch der gesperrte Ex-Sprinter und frühere Trainer von Tyson Gay, Jon Drummond, steht auf der WADA-Liste.