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Parlament hat entschieden Lohnkürzungen für Profisportler möglich

  • Die Eidg. Räte haben sich über die Corona-Hilfe für den Schweizer Sport geeinigt.
  • Das Paket umfasst eine mögliche Lohnkürzung bei unterstützten Klubs.
  • Im Amateursport müssen sich die Verbände über die Verteilung einigen.

National- und Ständerat haben sich auf ein 225 Millionen schweres «Stabilisierungspaket» für den Schweizer Sport geeinigt. Davon sind 175 Millionen als rückzahlbare Kredite für Profiklubs vorgesehen, 50 Millionen gehen als À-fonds-perdu-Beiträge an die Verbände.

Eine 2. Tranche in Höhe von insgesamt 275 Millionen Franken ist für 2021 vorgesehen. Darüber berät das Parlament später.

Lohnkürzung um 20 Prozent

Die Kredithilfe an den Profisport erfolgt unter einer Bedingung: Fussball- und Eishockeyklubs müssen die Löhne der Spieler um durchschnittlich 20 Prozent senken, sofern sie das Darlehen nicht innert drei Jahren zurückzahlen. Je nach Einkommen fällt die Lohnkürzung höher oder tiefer aus.

Kontrolliert werden die Auflagen mit Stichproben. Etliche Klubs haben bereits angekündigt, keine Kredite in Anspruch nehmen zu wollen.

Video
Aus dem Archiv: Bundesrätin Amherd über die Lohnkürzungen
Aus Sport-Clip vom 13.05.2020.
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Wer erhält das Geld?

Zur Verteilung der 50 Millionen für den Amateursport wird das Bundesamt für Sport (Baspo) mit Swiss Olympic bis Anfang Juli eine Leistungsvereinbarung abschliessen, in der die Eckpunkte der Verteilung festgehalten sind. Swiss Olympic muss dann mit den einzelnen Sportverbänden verhandeln.

Fragen, die geklärt werden müssen, sind z.B.:

  • Welche Bereiche der Verbände sind strukturrelevant?
  • Grosse, internationale Veranstaltungen oder Breitensport-Anlässe?
  • Sollen Klubs unterstützt werden? Der Nachwuchs?
  • Wo springen Sponsoren ab, weil sie aufgrund der Corona-Krise selbst wirtschaftliche Probleme haben?
  • Können weiterhin VIP-Pakete abgesetzt werden?
  • Gehen die Zuschauer – selbst wenn sie wieder dürfen – überhaupt noch im selben Ausmass an Grossveranstaltungen?

Radio SRF 1, 12:30-Uhr-Bulletin;

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