Werden die Schweizer Meisterschaften im Fussball und Eishockey wegen des Coronavirus abgesagt? Diese Frage umtrieb in den letzten Wochen manchen Fan, Klubverantwortlichen und Verbandsvertreter.
Vorerst sind die Super League (bis mindestens 21. März) und National League (16. März) unterbrochen. Was geschieht, wenn der Bundesrat das Zuschauerverbot bei Grossveranstaltungen über den 15. März hinaus verlängert? Bisher hiess es, eine Mehrheit der Klubs in beiden Sportarten lehne «Geisterspiele» wegen der zu erwartenden finanziellen Verluste ab.
Peter Zeidler, Trainer von SL-Leader St. Gallen, und Christian Wohlwend, Headcoach des Playoff-Teilnehmers Davos, nahmen als Gäste des «sportpanoramas» zu den Szenarien Stellung. Ihre Haltung ist klar:
- Wohlwend: «Wir wollen unbedingt spielen, notfalls auch ohne Fans. Sobald der Puck im Spiel ist, sind die Emotionen da. Lieber notfalls mit kürzeren Serien spielen als gar nicht. Ich gehe zu 99,9 Prozent davon aus, dass wir am 17. März spielen. Unter anderem wegen des Drucks der TV-Sender.»
- Zeidler: «Natürlich ist es schade, auf Fussballfeste verzichten zu müssen. Die Beziehung zu den Zuschauern macht unsere Stärke aus und hat uns ein paar Punkte gebracht. Ich will gar nicht an Geisterspiele denken, aber wir wollen spielen. Vielleicht würden wir die Energie der Zuschauer auch indirekt spüren, wenn sie zuhause mitfiebern. Unsere Hoffnung ist, dass es am 4. April weitergeht.»
Ein nächster Entscheid der Ligen ist nach der Bundesratssitzung vom Freitag dieser Woche zu erwarten.
Sendebezug: SRF zwei, sportpanorama, 8.3.20, 18:30 Uhr




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