Verändertes Transfergebaren in den Schweizer Topligen

Sowohl Sven Leuenberger als auch Andres Gerber konstatieren Veränderungen bei Spielerwechseln. Die Sportchefs des SCB beziehungsweise des FC Thun erklären, warum es immer schneller gehen muss.

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Bildlegende: Geschäftstüchtig SCB-Sportchef Sven Leuenberger bringt Transfers gerne zügig unter Dach und Fach. EQ Images

Nicht nur auf dem Eisfeld wird das Geschehen immer schneller, auch hinter den Kulissen hat das Tempo zugenommen. Vorbei sind die Zeiten, in denen erst in der Nationalmannschaftspause im November Transferverhandlungen aufgenommen wurden.

Sven Leuenberger erläutert: «Vor allem bei Topspielern wollen die Klubs möglichst schnell unterschreiben.» Im Fall von Philippe Furrer drängte der SCB-Sportchef selbst auf eine schnelle Veröffentlichung des Wechsels: «Es ist ehrlicher, wenn man gleich sagt, wie es ist.»

Unterschiede und Gemeinsamkeiten

Nicht wenige verlangen eine klare Regelung, beispielsweise ein fixes Datum, ab welchem verhandelt werden darf. Sich hierbei am Fussball zu orientieren, macht indes wenig Sinn, da dieser im Gegensatz zum Eishockey mit Transfergeldern operiert.

Kleinere Klubs wie der FC Thun sind sogar richtiggehend darauf angewiesen, dass nicht alle Spieler ihre Verträge erfüllen. Sportchef Andres Gerber erklärt: «Wenn Angebote hereinflattern, ist es ein Abwägen zwischen Finanzen und Sport.»

Gemeinsam ist Eishockey und Fussball, dass immer mehr Berater im Spiel sind und sich das Tempo im Transfergeschäft verschärft hat. «Man muss immer mehr taktieren und entsprechend früh handeln», bilanziert Gerber.

Sendebezug: Radio SRF 1, Abendbulletin, 3.11.2014, 18:45 Uhr