Berra bleibt in der NHL: Gottéron muss auf Goaliesuche

Reto Berra kehrt doch nicht aus der NHL in die Schweiz zurück. Der Keeper, der bereits in Freiburg unterschrieben hatte, macht von einer NHL-Ausstiegsklausel Gebrauch und geht nach Anaheim.

Reto Berra Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Trug zuletzt das Shirt der Florida Panthers Reto Berra. EQ Images

Nachdem Berra den Durchbruch in Nordamerika (Calgary, Colorado und zuletzt Florida) in den letzten vier Jahren nicht geschafft hatte, strebte er eine Rückkehr in die Schweiz an. Im April unterzeichnete er mit Fribourg-Gottéron einen Dreijahresvertrag, der eine Ausstiegsklausel für die NHL beinhaltete.

Entgegen aller Erwartungen erhielt Berra von den Anaheim Ducks nun ein Angebot für die Saison 2017/18. Wie Freiburg in einer Medienmitteilung schreibt, wird Berra dieses Angebot annehmen. Somit steht er den «Drachen» in der kommenden Saison nicht zur Verfügung. Sein Vertrag für die weiteren zwei Spielzeiten bleibt jedoch gültig.

Berra weg, Conz weg

Die Freiburger Verantwortlichen arbeiten nun mit Hochdruck daran, eine Nachfolgelösung für Berra zu suchen. Vor zwei Wochen wurde bekannt, dass Benjamin Conz, der langjährige Stammgoalie, zum Ligakonkurrenten Ambri wechselt. Mit Ludovic Waeber haben die Freiburger derzeit lediglich einen Goalie unter Vertrag.

Gottéron macht Verlust

Die sportlich unbefriedigende Saison mit dem Fall ins Playout hat bei Fribourg-Gottéron auch rote Zahlen zur Folge. Die HC Fribourg-Gottéron AG schloss das Geschäftsjahr 2016/2017 mit einem Verlust von 129'834 Franken ab. Wegen Ausfällen beim Ticketing, dem Merchandising und in der Gastronomie fielen die Einnahmen rund 700'000 Franken tiefer aus. Allerdings konnten auch die Ausgaben gesenkt werden. Die Lohnsumme war am Ende rund eine Million Franken tiefer als im Vorjahr.