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Duell der Goalie-Giganten Stephans «riesige» Titel-Lust – Genoni erwartet «Steigerungslauf»

Im Playoff-Finalduell zwischen Zug und Bern stehen auch die beiden Torhüter Leonardo Genoni und Tobias Stephan im Fokus.

Leonardo Genoni (links) und Tobias Stephan
Legende: Auf die beiden kommt es an Leonardo Genoni (links) und Tobias Stephan sind die grossen Rückhalte ihrer Teams. Freshfocus

Die Situation der beiden Final-Keeper ist delikat. Um einen weiteren Schritt in Richtung Spitzenteam zu machen, engagierte Zug bereits im letzten Sommer Leonardo Genoni ab der Saison 2019/2020 für fünf Jahre. Tobias Stephan sah sich gezwungen, einen neuen Arbeitgeber zu suchen (und fand diesen in Lausanne).

Nun könnte Genoni den zweiten Meistertitel seines neuen Klubs verhindern. Oder Stephan bei seinem Abschied beweisen, dass er entgegen der Meinung seiner Vorgesetzten doch das Zeug zum Meistergoalie hat.

Nur das Hier und Jetzt zählt

Beide blicken noch nicht so weit voraus und versichern, sich auf den Moment zu konzentrieren. «Logisch» sei es speziell, gegen Zug zu spielen, so Genoni. «Aber es ist ein Final, und nur das zählt. Ich will nicht daran denken, was danach kommt», sagte der Keeper vor der Serie.

Bei Stephan tönt es ähnlich: «Ich will es nicht irgend jemandem zeigen, sondern für mich und die Mannschaft den Titel gewinnen, sonst für niemanden.»

Klar habe ich in der Vergangenheit Fehler gemacht in den Playoffs. (...) Ich kann damit umgehen.
Autor: Tobias Stephan

Über die gesamten Playoffs gesehen stoppte Stephan 92,59 Prozent aller Schüsse. Damit schneidet er etwas schlechter ab als Genoni (94,27), dessen hoher Wert – der beste aller Keeper – aber auch mit den zahlreichen Verlängerungen im Viertelfinal gegen Genf-Servette zusammenhängt.

Legende: Video Rückblick auf Finalspiel 1: Zug mit Auswärtssieg in Bern abspielen. Laufzeit 03:55 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 11.04.2019.

Weder mit Kloten noch mit Servette oder nun mit Zug hat Stephan je einen Meistertitel gewonnen. «Klar habe ich in der Vergangenheit Fehler gemacht in den Playoffs, aber Analysen werden manchmal etwas leichtfertig erstellt. Ich kann damit umgehen, es liegt an mir, das Gegenteil zu beweisen.»

Dieses Jahr ist die Chance so gross wie nie zuvor, das Palmarès zu äufnen. Die Lust darauf sei jedenfalls «riesig», so Stephan.

Wir absolvieren einen Steigerungslauf.
Autor: Leonardo Genoni

Genoni auf der anderen Seite hat bereits vier Meistertitel (davon drei mit Davos und einen mit Bern) gewonnen. Im Moment sieht es nicht danach aus, als könne er sich mit einem zweiten Titel aus Bern verabschieden. Der SCB kehrte in diesen Playoffs allerdings schon mehrmals zurück.

Programm-Hinweis

Verfolgen Sie Spiel 2 in der Playoff-Final-Serie zwischen Zug und Bern ab 19:45 Uhr live auf SRF zwei und in der SRF Sport App. Auf Radio SRF 3 sind regelmässige Live-Einschaltungen zu hören.

«Wir absolvieren einen Steigerungslauf. Unser Weg ist nicht zu Ende», hatte Genoni vor dem ersten Spiel gesagt. Es liegt nun auch an ihm, den Worten Taten folgen zu lassen – bereits in Spiel 2 am Samstag.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 11.04.2019, 19:45 Uhr.

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