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Nach Bern-Genf 148 Strafminuten: Rekord, aber «nur» in dieser Saison

Am Tag nach Berns 7:0-Kantersieg über Genf gibt weniger das Resultat als mehr der Blick auf die Strafminuten zu reden.

Legende: Video Die Strafenorgie bei Bern-Genf abspielen. Laufzeit 00:49 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 14.11.2018.

Ein Check von Genfs Daniel Rubin an Berns Eric Blum war der Auslöser, dann gings rund: 29 Zweiminuten-Strafen, 4 Zehnminuten-Strafen und je eine Spieldauer-Disziplinarstrafe standen zum Schluss auf dem Matchblatt, 148 Strafminuten insgesamt.

Wir verlieren eben nicht gerne
Autor: Arnaud Jacquemet

«Wir verlieren eben nicht gerne», erklärte Genfs Verteidiger Arnaud Jacquemet lapidar. Er weiss allerdings: «Eigentlich ist das kein Boxkampf. Wir müssen viel disziplinierter werden.» Auch auf Berner Seite meinte man: «Wir sollten nicht so viele Strafen nehmen. Aber für die Zuschauer wars sicher lustig», ergänzte Stürmer Alain Berger.

Legende: Video Zusammenfassung Bern-Genf abspielen. Laufzeit 05:34 Minuten.
Aus sportaktuell vom 13.11.2018.

148 Strafminuten: das ist Rekord für die aktuelle Saison. Mitte Oktober häuften Biel und Lugano 118 Strafminuten an. Mit Blick auf die Vergangenheit und auf internationale Ligen ist die Strafenflut bei Bern-Genf allerdings nur eine Randnotiz:

  • Den Rekord in der National League halten Rapperswil und Lausanne. In einer legendären Prügel-Orgie gab es in einem Quali-Spiel – ebenfalls im November – 1995 gleich 276 Strafminuten.
  • In der NHL stellten die Philadelphia Flyers und die Ottawa Senators den Rekord im März 2004 auf: 419 Strafminuten mussten die Referees damals aussprechen.
  • In der KHL kam es im Januar 2010 zum Skandalspiel zwischen Vityaz und Avangard Omsk: Die Partie musste nach 3 Minuten und 39 Sekunden nach einer Massenschlägerei abgebrochen werden, insgesamt wurden 691 Strafminuten (!) ausgesprochen. Im Nachgang wurde das Spiel für beide Teams mit einer 0:5-Forfait-Niederlage gewertet.

Sendebezug: Radio SRF 3, Live-Schaltungen, 13.11.18

7 Kommentare

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  • Kommentar von Markus Schaub (Markus Schaub)
    Man sollte alle Prügler sofort für eine ganze Saison, im Wiederholungsfalle für den Rest ihres Lebens, sperren. Sich zu prügeln nur weil damit man nicht verliert? Was für ein KIndergarten! Was für erwachsene Vorbilder! Würde der Weltverband solch drastische Strafen einführen, würde es sofort bessern. Und dann würden die Aktionen, Solos usw. schöner und am Schluss würden vermehrt wenn nicht immer, die wirklich Besten gewinnen. Einschüchtern mit Prügeln ist allerunterste Schublade.
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    1. Antwort von Jano Binggeli (Huskys_6)
      Alle die so einen Kommentar schreiben haben wahrscheinlich keine Ahnung von Eishockey! Das gehört einfach zu diesem wunderschönen Sport dazu und Schlägereien kommen ja meist nicht von einer Person zustande sondern sind von beiden Spielern gewollt und ausserdem gibt es auch sehr selten grössere Verletzungen bei Schlägereien von dem her ist ja alles bestens!
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    2. Antwort von Christian Graf (Christian Graf)
      Herr Schaub vielleicht schauen sie sich besser die Schweizermeisterschaften im Häkeln an. Lassen sie uns unseren geliebten Sport, den besten den es gibt! Mitunter gehören daSchlägereien dazu!
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  • Kommentar von Martin Schläppi (Tinel)
    Prügelmänner als super Vorbilder und die meisten Hockeyfans finden das scheinbar noch wahnsinnig gut und das dies zum Eishockey gehöre, aber aber...
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    1. Antwort von Niklas Walder (microwave)
      Mag sein, dass das Prügeln auf dem Spielfeld kritisch betrachtet werden sollte. Andererseits habe ich den Eindruck, dass es die Eishockey-Fans dafür neben dem Spielfeld hinkriegen ohne Prügeleien auszukommen. Und das ist mir allemal lieber und wichtiger!
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  • Kommentar von Josef Graf (Josef Graf)
    Ich wage einmal mehr zu schreiben, dass es mir nicht einleuchtet, warum erwachsene Männer, dazu noch bestens ausgebildete Sportprofis, sich schlagen müssen, statt fair ihren Sport auszuüben. Und noch mehr erstaunt es mich, dass das beim Eishockey quasi als "normal" angesehen wird. Statt sich zu schämen, meint ein Spieler nur, es sei für die Zuschauer sicher lustig gewesen. Tolle Einstellung!
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    1. Antwort von Christian Graf (Christian Graf)
      Ja genau tolle Eistellung finde ich auch. Hoffentlich gelingt es übereifrigen Moralaposteln, wie z.B. Ihnen lieber Namensvetter, nicht unseren schönen Sport zu verschandeln. Oder ein Tip für Sie Frauenhokey, die sind recht gut und Körperkontakt ist verboten. Vielleicht mehr nach Ihrem Gusto.
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