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Szenarien zum Quali-Ende Genfer als Geprellte? Frage nach Fairness des Punktequotienten

Wegen Biels Quarantäne ist der Punktequotient für die Tabelle massgebend. Wir haben verschiedene Szenarien berechnet.

Genfer Spieler.
Legende: Wird Genf Biels Quarantäne zum Verhängnis? Servette hat derzeit eine Baisse. Keystone

Nachdem zum Saisonstart und zum Jahreswechsel Klub um Klub vom Coronavirus heimgesucht und in Quarantäne geschickt werden musste, war in den vergangenen Wochen in der National League Ruhe eingekehrt. Bis jetzt – just während des Endspurts in der Regular Season erwischte es den EHC Biel.

8 Tage vor der letzten Quali-Runde am 5. April wurden die Seeländer ausgebremst – wie lange sie in Quarantäne müssen, ist noch immer unklar. Was aber sicher ist: Die Spiele vom Freitag gegen Genf und Samstag gegen Lausanne können nicht mehr nachgeholt werden. Deshalb gab die Liga am Samstag bekannt, dass ab sofort der Punktequotient ausschlaggebend für die Tabelle ist.

Wie fair oder unfair ist diese Lösung?

Während sich viele Fans aufgrund der grossen Unterschiede an ausgetragenen Spiele während der Saison diese Tabellenform gewünscht hatten, wurden nun von verschiedenen Seiten Rufe laut, dass diese Lösung nicht fair sei.

Der Grund: Mit Niederlagen in den letzten Quali-Spielen können Teams, die derzeit vor dem spielfreien Biel klassiert sind, noch nach hinten gereicht werden.

Die NL-Tabelle nach Punktequotient

1. Zug *
2,288
2. Lugano *
1,769
3. Gottéron *
1,765
4. Lausanne *
1,745
5. ZSC Lions*
1,731
6. Genf*
1,680


7. Biel**
1,625
8. Davos **
1,451
9. Bern **
1,167
10. Lakers**
1,120


11. Ambri***
0.980
12. SCL Tigers***
0,654
*in den Playoffs
**in den Pre-Playoffs
***Saison nach Quali zu Ende

Szenario 1: Biel spielt keine Quali-Partie mehr

Geht man davon aus, dass Biel in der Regular Season keine Partie mehr bestreitet und nach 46 Spielen beim Punktequotienten von 1,63 stehen bleibt, heisst das für die Konkurrenz Folgendes:

  • Das aktuell zweitklassierte Lausanne, das am Ende wegen des ausgefallenen Spiels gegen Biel auf 51 Partien kommt, braucht bei 5 ausstehenden Partien noch 2 Punkte, um sicher vor Biel zu bleiben.
  • Lugano hat noch 4 Spiele auszutragen, wäre aber auch bei lauter Niederlagen noch vor Biel klassiert.
  • Freiburg braucht bei 4 ausstehenden Partien noch 1 Punkt, um vor den Seeländern zu bleiben. Der ZSC benötigt aus 4 Spielen noch 4 Zähler.
  • Genf, das wegen 2 abgesagten Partien gegen Biel am Ende auf 50 Spiele kommt, braucht aus 3 Partien noch 4 Zähler.

Szenario 2: Biel verpasst nur 2 Spiele

Angenommen, Biel könnte bereits am Dienstag in die Meisterschaft zurückkehren, würde der EHCB am Ende auf 50 Partien kommen. Sollten die Bieler keinen Punkt mehr gewinnen, kämen sie auf einen Quotienten von 1,5.

  • Damit stünde aktuell einzig Davos (1,51) besser da. Damit die Bündner bei Quali-Ende vor Biel klassiert wären, müssten sie in den letzten 5 Partien 8 Punkte holen.
  • Bern, Rapperswil und Ambri könnten Biel auch bei lauter Siegen nicht überholen (wobei Bern und die Lakers noch ein Direktduell austragen). Bern käme maximal auf 1,3 Punkte/Spiel, die Lakers auf 1,25 und Ambri auf 1,13.

Genf bangt um direktes Playoff-Ticket

Momentan wird es Genf am meisten interessieren, wann Biel wieder spielen darf. Denn für Servette geht es um das direkte Playoff-Ticket. Doch die Genfer sind momentan nicht im Strumpf: Am Samstag kassierten sie gegen Freiburg die 5. Niederlage in den letzten 6 Spielen.

Video
Genfer Talfahrt geht weiter
Aus Sport-Clip vom 27.03.2021.
abspielen

SRF zwei, «powerplay», 27.3.2021, 22:15 Uhr;

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6 Kommentare

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  • Kommentar von Francis Waeber  (Francis Waeber)
    Kann die Umfrage nicht beantworten. Natürlich ist die Regelung nicht optimal - aber aussergewöhnliche Zeiten verlangen aussergewöhnliche Lösungen; und eine bessere ist für mich nicht in Sicht.... ;-))
  • Kommentar von Marco Simeon  (Mögga)
    As ist nicht die ideale Lösung aber man hat damit in diesem Corona Jahr rechnen können, somit ist es die fairste Lösung. Die Clubs waren damit einverstanden und jeder wusste das die Saison sich durch Corona so entwickeln kann. Ich finde man macht das beste au der Situation
  • Kommentar von David Gfeller  (David Gfeller)
    Ob fair oder unfair ist eigentlich nicht die Frage. Man hat dieses Szenario vorgängig mit den Klubs besprochen und alle waren einverstanden. Jetzt die Regel zu ändern, das wäre unfair.