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Votum gegen Liga-Reformen Auch Cereda sieht Ausländer-Erhöhung kritisch

Die National League will die Anzahl Ausländer pro Klub erhöhen. Die Pläne sorgen für Kritik.

Luca Cereda.
Legende: Ist von den Plänen der National League wenig begeistert Luca Cereda. Keystone/Archiv

Im Schweizer Eishockey gingen in den letzten Tagen die Wogen insbesondere neben dem Eisfeld hoch. Grund dafür sind Pläne der neu gegründeten National-League-Aktiengesellschaft. Um die Spielerlöhne in den Griff zu bekommen, hegt diese die Absicht, neben einem «Financial Fairplay» die Anzahl der Ausländer «moderat» zu erhöhen.

Geplant ist eine Erhöhung auf neu mindestens 8 bis 10 Ausländer pro Klub. Gleichzeitig würde der Status der «Lizenzschweizer» (aktuell über 30 Akteure) abgeschafft werden, welche neu als Ausländer gelten würden. Bislang sind in der National League 4 ausländische Spieler pro Team einsatzberechtigt.

Kritik in den Medien und von den Fans

Die Pläne, die von allen NL-Klubs ausser dem aktuellen Tabellendritten ZSC unterstützt werden, sorgen in der Öffentlichkeit für grosse Kritik. Der Tagesanzeiger schrieb, dass die National League ihr Erfolgsmodell aufs Spiele setze. Auf Watson nannte man die Pläne eine «Mogelpackung».

Grosser Widerstand kommt auch von Seiten der Fans. 18 organisierte Fan-Gruppierungen veröffentlichten ein gemeinsames Statement, in welchem sie die Pläne kritisieren.

Statement der Schweizer Fanszene

Cereda gegen die Pläne

Nun erhalten die Kritiker mit Luca Cereda einen prominenten Unterstützer. Im Interview mit Keystone-SDA äussert sich der Trainer von Ambri-Piotta klar gegen eine Erhöhung auf 10 Ausländer.

Er glaube nicht, dass die Massnahme zu einer Reduktion der Lohnsumme führen werde. «Wir würden die zusätzlichen 4 oder 6 Ausländer in die 2. oder 3. Linie setzen, und wenn ich die Bandbreite sehe, was unsere Spieler da jetzt verdienen, kostet uns ein Ausländer mit Nebenkosten wie Auto, Wohnung, Flüge oder Krankenkasse mehr», so der 39-Jährige.

Mehr Ausländer – weniger Identität?

Vor allem aber fürchtet er, dass mit so vielen Ausländern die Identität der Klubs verloren geht. Doch trotz all der öffentlichen Kritik scheint die National League nicht über ihre Pläne diskutieren zu wollen. Dem Schweizer Eishockey stehen nicht nur wegen dem Coronavirus turbulente Monate bevor.

Video
Archiv: National-League-Klubs streben Financial Fairplay an
Aus sportpanorama vom 22.11.2020.
abspielen

SRF zwei, powerplay, 21.12.2020, 22:50 Uhr;

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20 Kommentare

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  • Kommentar von Reto Gloor  (semiramis)
    .... es wirkt ein bisschen so als wenn die klubs sich nicht getrauen den schweizer spielern weniger zu bezahlen... in der nhl schient ja das auch zu funktionieren, dass man nicht mehr ausgibt als zur verfügung steht und ausserdem gibt es klare regelungen für einstiegsverträge....
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  • Kommentar von Fabio Matter  (FMi)
    2.5 Mal mehr Ausländer ist also eine moderate Erhöhung? Auch wenn der Status der Lizenzschweizer abgeschafft wird, ist die Zahl immer noch deutlich zu gross.
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  • Kommentar von Noge Dlonra  (EdsonArantes)
    Eine Katastrophe, wenn bis zu zehn (!) ausländische Spieler pro Mannschaft auflaufen können. Sollten für die zwölf Teams der National League nicht genügend kompetitive Eishockeyspieler mit Schweizerpass zur Verfügung stehen, müsste die NL auf zehn oder sogar auf acht Teams reduziert werden. So könnte die Qualität der Liga mindestens gehalten werden und dies erst noch mit Spielern „Made in Switzerland“!
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