Fischers Poker, eine Prophezeiung und ein Edeljoker

Mit dem Overtime-Sieg gegen Kanada beendet die Schweiz eine lange Durststrecke. Zum ersten Mal seit den Olympischen Spielen 2014 gelingt ein Sieg gegen einen «Grossen». 3 Gründe, warum es endlich geklappt hat.

    • 1.
      Der mutige Entscheid
      Schon nach 6 Minuten liegt die Schweiz 0:2 zurück. Patrick Fischer zieht die Reissleine und ersetzt Jonas Hiller im Tor durch Leonardo Genoni. Im ersten Moment ein «verrückter» Entscheid, am Ende jedoch ein Glücksgriff und Schlüsselmoment. Genoni hält seinen Kasten in der Folge sauber und schafft bei seinem 4. Einsatz den 3. Shutout.
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      Leonardo «der Hexer» Genoni ersetzt Hiller

      0:23 min, vom 13.5.2017
    • 2.
      Die Prophezeiung
      Die Schweiz liegt auch nach 40 Minuten noch 0:2 zurück, hat kaum Chancen, eine Wende scheint weit weg. Nicht für Tanner Richard, der im Interview nach dem 2. Drittel nur so vor Selbstvertrauen strotzt. Seine Prophezeiung trifft ein. Die Schweiz erzielt im Schlussdrittel noch 2 Tore und rettet sich in die Verlängerung. Der Rest ist Geschichte.
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      Tanner «das Orakel» Richard in der 2. Pause

      0:22 min, vom 13.5.2017

      Auch die Forderung von SRF-Experte Mario Rottaris erscheint nach dem Spiel in ganz anderem Licht.

    • 3.
      Der Edeljoker
      Zu Beginn der WM nur 13. Stürmer und mit wenig Eiszeit, avanciert Fabrice Herzog ausgerechnet gegen Kanada zum Matchwinner für die Schweiz. In der 47. Minute bringt er die Hoffnungen der Eidgenossen auf einen Coup gegen den amtierenden Olympiasieger und Weltmeister zurück. Etwas mehr als eine Minute vor Schluss der Verlängerung trifft Herzog ein zweites Mal ins Schwarze und versetzt die Eishockey-Schweiz in Euphorie.
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      Fabrice «Backhand» Herzog mit Doublette

      0:53 min, vom 13.5.2017