Hinten fix, vorne frech Richtung Pyeongchang

Olympische Spiele 2018 mit oder ohne Schweizer Frauennationalteam? Die Bronzeheldinnen von 2014 müssen sich die Teilnahme von Donnerstag bis Sonntag in Arosa hart verdienen.

Verteidigerin Nicole Bullo (l.) soll die Schweizer Defensive stabilisieren. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Zurück im Team Verteidigerin Nicole Bullo (l.) soll die Schweizer Defensive stabilisieren. Keystone

In Sotschi waren die Schweizer Frauen für das Olympiaturnier noch gesetzt gewesen, der Glanz der Bronzemedaille ist in den letzten 3 Jahren aber verblasst. Die Schweizerinnen sind seit dem Medaillengewinn in der Weltrangliste auf Rang 6 abgerutscht.

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TV-Hinweis

TV-Hinweis

Auf srf.ch/sport sehen Sie alle Spiele der Frauen-Nati aus Arosa live. Die Partie vom Samstag gegen Norwegen wird zusätzlich auf SRF zwei übertragen.

Nur die 5 besten Teams und die Gastgeberinnen aus Südkorea sind für Olympia 2018 gesetzt. Deshalb muss sich die Frauen-Nati beim Qualifikationsturnier gegen Dänemark, Norwegen und Tschechien den Platz in Pyeongchang verdienen. Einzig die Turniersiegerinnen reisen nach Südkorea.

Entscheidung wohl gegen Tschechien

«Es wird kein Selbstläufer», warnt Nationaltrainerin Daniela Diaz. Die beiden skandinavischen Teams gehören nicht zu den besten der Welt und mussten sich via Vorqualifikation ihre Teilnahme in Arosa erarbeiten. Die Entscheidung über die Olympiateilnahme wird vermutlich im Spiel gegen Tschechien fallen.

Und da sind die Schweizerinnen gewarnt. An der letzten WM wurden sie von den schwächer eingestuften Tschechinnen überfahren. «Wir sind zwar das nominell stärkste Team an diesem Turnier, aber die Differenz zu den anderen ist klein», sagt Diaz.

Frautschi als defensives Gewissen

Die Schwester von Zug-Verteidiger Raphael Diaz war 2006 bei der ersten Olympiateilnahme der Schweizer Frauennati als Spielerin dabei. Die 34-Jährige lässt gerne nach vorne spielen. «Ich bin der offensive Typ und freue mich über kreative Spielerinnen. Mein defensives Gewissen ist Assistenztrainerin Angela Frautschi», sagt sie lächelnd.

Frautschi, ehemalige Verteidigerin, spielte 2006 mit Diaz für die Schweiz. Neben Diaz und Frautschi waren aus dem aktuellen Kader drei weitere Spielerinnen in Turin dabei. Torhüterin Florence Schelling und die Verteidigerinnen Nicole Bullo und Christine Meier.

Florence Schelling soll die Schweiz vor Gegentoren bewahren. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Sicherer Rückhalt Florence Schelling soll die Schweiz vor Gegentoren bewahren. Keystone

Für den sicheren Rückhalt soll in Arosa erneut Florence Schelling sorgen, die Torhüterin, die vor drei Jahren in Sotschi zur wertvollsten Spielerin des Turniers (MVP) gewählt wurde. Für sie wäre das Turnier in Pyeongchang 2018 nach Turin, Vancouver und Sotschi bereits die vierte Olympia-Teilnahme.

Spielplan Olympiaquali in Arosa

Donnerstag, 09. Februrar
16:00 Uhr
Schweiz-Dänemarklive www.srf.ch/sport
Samstag, 11. Februar
16:00 Uhr
Schweiz-Norwegenlive auf SRF zwei
Sonntag, 12. Februar
16:00 Uhr
Schweiz-Tschechienlive www.srf.ch/sport

Sendebezug: Radio SRF 4 News, 07.02.2017, 17:17 Uhr