Lettland, Deutschland und dann gilt es ernst

3 Mal darf die Equipe von Patrick Fischer noch testen und probieren. Dann startet die Schweiz gegen Kasachstan in die Eishockey-WM in Russland.

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Fischer über Absagen und Spielerwechsel

1:59 min, vom 28.4.2016

Zunächst geht es am Freitag und Samstag für die Hockey-Nati 2 Mal gegen Lettland, dann bildet am Dienstag das deutsche Team den Sparringspartner. Nach diesen 3 Tests ist die Schonfrist vorbei und Resultate zählen: Die Schweizer Equipe greift am 7. Mai in die Hockey-WM in Russland ein. Gegner wird dann Kasachstan sein. Nati-Coach Patrick Fischer hat sich zu überwindenden Baustellen geäussert.

«  Es ist nicht einfach, jede Woche neue Spieler zu haben. »

Noch mangelt es dem Schweizer Team an der Feinabstimmung. Problematisch gestaltet sich unter anderem die Tatsache, dass die Spieler der Playoff-Finalistern Bern und Lugano erst kürzlich zum Team stiessen. Die in der NHL tätigen Akteure lassen noch auf sich warten. «Es ist gerade für die Mannschaft nicht einfach, jede Woche neue Mitspieler zu haben. Doch wir haben ein intelligentes Team, das die Grundtaktik kennt», meint Fischer. Mit der Detailarbeit könne dann begonnen werden, wenn die Mannschaft komplett sei.

«  Es gibt Wichtigeres als eine Hockey-WM. »
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TV Hinweis

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Die Schweiz empfängt zweimal Lettland zum Test. Das Spiel vom Freitag können Sie ab 19:45 Uhr im Livestream auf srf.ch/sport mitverfolgen. Die Partie vom Samstag läuft ab 17:40 Uhr live auf SRF zwei.

Eine weitere Problematik, mit der der Trainerstaff der Schweiz umgehen muss, bilden die zahlreichen Absagen: Unter anderem verzichten die beiden Torhüter Tobias Stephan und Leonardo Genoni sowie Servette-Stürmer Kevin Romy. Fischer zeigt sich empathisch: «Natürlich bedaure ich solche Absagen. Aber ich habe absolutes Verständnis. Es gibt Wichtigeres als eine Hockey-WM. Die Familie etwa sollte immer an erster Position stehen.»

Beispielsweise habe er im Gespräch gemerkt, wie energielos Romy nach der Saison gewesen sei, erläutert Fischer: «Er war enttäuscht, dass es mit dem Titel nicht geklappt hat. Er war ausgebrannt. Dann ist es mir lieber, ein Spieler ist ehrlich zu mir und sagt ab.» Eishockey sei schliesslich knallharter Spitzensport, in welchem auch gelegentliche Auszeiten dringend notwendig seien.

Sendebezug: SRF zwei, sportlounge, 25.04.2016, 22:25 Uhr