Moral nützt nichts: Schweizer Nati scheidet gegen Schweden aus

Revanche missglückt: Die Schweizer Nationalmannschaft ist im WM-Viertelfinal den Schweden mit 1:3 unterlegen. Dabei gab auch ein nicht gegebenes Tor zu reden.

  • Trotz frühem Rückschlag: Die Schweiz kämpft sich zurück
  • Nicht zu halten: Schwedens Wunderknabe leitet die Niederlage ein
  • Entscheiden Sie selbst: Ist das Tor von Schlumpf zurecht aberkannt worden?
  • Die Halbfinals am Samstag in Köln lauten: Kanada - Russland und Schweden - Finnland

Ein präziser Pass von der eigenen Grundlinie auf den überragenden NHL-Rookie William Nylander reichte: Der 21-Jährige von den Toronto Maple Leafs quetschte sich zwischen Raphael Diaz und Christian Marti durch und erwischte Leonardo Genoni im Fallen zwischen den Schonern – ein Geniestreich.

Für die Nati ein harter Schlag, dieser Gegentreffer zum 1:2 kurz vor der zweiten Pause. Zumal die Schweiz im Mitteldrittel stark auftrat, bemängelt werden konnte einzig die Effizienz.

Um ein Tor betrogen?

Den zweiten Schlag setzte es sogleich nach Wiederanpfiff ab: Alexander Edler profitierte von einem Abpraller bei Genoni und verwandelte eiskalt (44.).

Das umstrittene Nicht-Tor von Schlumpf

0:32 min, vom 18.5.2017

Davon erholten sich die Schweizer nicht mehr – auch, weil sie fünf Minuten vor Schluss erneut einen Schlag zu verdauen hatten. Nach einem Abschluss von Dominik Schlumpf flutschte die Scheibe eigentlich irgendwo zwischen Henrik Lundqvists Panzerung durch. Doch die Schiedsrichter entschieden gegen ein Tor – die Partie sei bereits unterbrochen gewesen.

Ist das Tor von Schlumpf zurecht aberkannt worden?

  • Optionen

Dabei hatte die Nati so viel Moral bewiesen ...

Bereits nach vier Minuten und einem unglücklichen Abpraller hatten die Schweizer nämlich zurückgelegen und sich extrem aufsässigen und gefährlichen Schweden gegenübergesehen. Ohne einen ausgezeichnet aufgelegten Genoni wäre die Führung der Schweden in dieser Phase noch viel höher ausgefallen.

Haas' Sturmlauf: Der Schweizer Treffer zum 1:1

0:49 min, vom 18.5.2017

Es benötigte – ähnlich wie bei den Schweden – einen Einzel-Exploit. In der 13. Minute wurstelte sich Gaetan Haas durch die gesamte schwedische Defensive und provozierte mit einem Backhand-Pass vors Tor den Ausgleich. Oliver Ekman-Larsson hatte den Puck ungewollt ins eigene Tor bugsiert.

Überraschung im Halbfinal

Am Ende reichte es aber nicht: Die Schweiz verpasste es, sich für die Final-Niederlage von 2013 zu revanchieren. Weil sich Finnland überraschend gegen Gruppensieger USA durchgesetzt hatte, treffen die Schweden im Halbfinal vom Samstag auf ihren Nachbarn Finnland.

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Schlumpf: «Schade, dass der Treffer nicht gezählt hat»

1:28 min, vom 18.5.2017

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 18.05.17, 20:10 Uhr