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Nationalmannschaft Nati-Baustellen: Fremdkörper und Unkonzentriertheiten

Die Testspiele der Nati haben einige Probleme ans Licht gebracht. Einiges macht aber auch Mut.

Nino Niederreiter im Training mit der Nationalmannschaft
Legende: Noch nicht optimal ins Spiel integriert Nino Niederreiter. Keystone

Die Nati hat einige aufschlussreiche Testspiele hinter sich. Gerade der Sieg gegen Deutschland nach 0:3-Rückstand förderte einige Facetten der Schweizer Equipe zutage – im Negativen wie im Positiven. Wir haben aufgelistet, welche Schwächen die Schweiz an der WM ausmerzen muss und auf welche Stärken sie sich verlassen kann.

3 Baustellen, die die Nati vor der WM beschäftigen

  • Mangelnde Breite in der Offensive: Gegen Deutschland setzte sich Lino Martschini gekonnt in Szene. Der Zuger traf in Basel doppelt. Über die gesamte Vorbereitungskampagne für die WM in Russland waren jedoch nebst Martschini nur Denis Hollenstein und Gregory Hofmann regelmässig erfolgreich.
Legende: Video «Schlaf der Schweizer Defensive» abspielen. Laufzeit 0:30 Minuten.
Vom 03.05.2016.
  • Unkonzentrierter Start: Die ersten 25 Minuten verschlief die Schweiz gegen die Deutschen schlicht. Hätte Keeper Reto Berra nicht einige Male stark pariert, wäre das zwischenzeitliche Verdikt wohl noch klarer gewesen. An einer Weltmeisterschaft wird man sich solche Fehlstarts nicht erlauben dürfen.
  • Abstimmung: Die Finalisten von Bern und Lugano sind noch nicht lange bei der Mannschaft. Noch später sind die NHL-Spieler Nino Niederreiter und Raphael Diaz zum Team gestossen. Und das machte sich im Test auch bemerkbar: Die Abstimmung war ungenügend, das NHL-Duo wirkte phasenweise wie ein Fremdkörper.

3 Aspekte, die Mut machen

  • Mehr Tore: Der Knoten scheint geplatzt: Nachdem die Schweiz gegen Weissrussland und im ersten Lettland-Spiel unter Ladehemmungen zu leiden schien, wurden im zweiten Lettland-Test und gegen Deutschland je 4 Treffer erzielt.
Legende: Video «Martschini trifft in Überzahl» abspielen. Laufzeit 0:16 Minuten.
Vom 03.05.2016.
  • Die Special-Teams: Gegen die deutsche Equipe zeigten sich die Schweizer im Power- und Boxplay stark: 4 Überzahlsituationen führten zu 2 Toren. Zuvor hatte die Quote 14% betragen. Zudem kassierte das Fischer-Team keinen Gegentreffer in Unterzahl.
  • Die Moral: Nach einer miserablen Leistung einem 0:3-Rückstand hinterher zu laufen und dann das Spiel doch noch 4:3 zu gewinnen: Die Reaktion der Schweizer zeugte von Willenskraft, Moral und Unnachgiebigkeit.

Sendebezug: Laufende Berichterstattung Eishockey

6 Kommentare

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  • Kommentar von Theo Wolf, Albis
    Hallo miteinander. Hab die Vorbereitung total verpasst, und frage mich wieso Spieler wie Brunner, Sprunger oder Wick nicht dabei sind? Sind sie verletzt, oder ausser Form?
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  • Kommentar von Yasmin Gross, Zürich
    Seit der Ausmusterung von Loeffel hat das Special Team im Powerplay merklich nachgelassen. Dass die Statistik dennoch besser aussieht, ist eher Zufall. Niederreiter und Diaz als Fremdkörper zu bezeichnen, finde ich ungerechtfertigt. Diaz war zwar bei den Gegentoren jeweils auf dem Eis und unglücklich in den Szenen drin, die Fehler gingen aber nicht von ihm aus. Blum hatte zum Beispiel einen miserablen Tag, darüber wird aber kein Wort verloren..
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    1. Antwort von Yasmin Gross, Zürich
      Dass Fischer das Spiel mit anderen Linien begonnen hat, wird mit keinem Wort erwähnt. Dennoch ein wesentlicher Punkt, wenn während der ganzen Vorbereitung Hollenstein, Ambühl, M. Wieser zusammenspielen, aber in der Hälfte des Matches getrennt werden, weil es auch in dieser Linie einfach nicht passte. Das Spiel wurde danach merklich besser, nicht weil Niederreiter oder Diaz besser ins Team fanden, sondern einfach, weil die Linienzusammensetzung stimmiger wurde, wenn auch noch nicht stimmig ist
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  • Kommentar von Peter Imfeld, Gelterkinden
    Was mir in dieser Nati fehlt ist ein Turm der abräumt in der Verteidigung. Ein Helbling. Oder ein Chiesa hat mir im Playoff Finale sehr gut gefallen, das wäre möglicherweise ein wertvolles Puzzleteil gewesen. Ausserdem finde ich das Goalie Aufgebot gewagt. Dennoch bin ich vorsichtig optimistisch für die WM. Wäre natürlich der Hammer wenn Josi noch kommen sollte. Viertelfinale sollte es schon werden. HOPP SCHWIIZ!
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