Nati startet in die Ära Glen Hanlon

Mit dem traditionellen Deutschland Cup startet die Nationalmannschaft dieses Wochenende in die Saison 2014/15. Der neue Nati-Coach Glen Hanlon nimmt gegen den Gastgeber, Kanada und die Slowakei eine erste Kadersichtung vor.

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Livestream-Hinweis

Alle Nati-Spiele werden im Livestream auf www.srf.ch/sport übertragen: Deutschland-Schweiz (Freitag, 20:00 Uhr), Schweiz-Kanada (Samstag, 19:45 Uhr) und Slowakei-Schweiz (Sonntag, 13:15 Uhr).

Glen Hanlon tritt kein leichtes Erbe an. Früher oder später wird der 57-Jährige am WM-Silbermedaillengewinn seines Vorgängers Sean Simpson gemessen werden. Nicht leicht sind auch die externen Umstände, die der Kanadier bei seinem ersten Aufgebot berücksichtigen musste.

In München sind keine Spieler von Genf oder Freiburg dabei, weil diese Klubs in der Champions Hockey League engagiert sind. Für die Arosa Challenge im Dezember kann er wegen des Spengler Cups keine HCD-Akteure aufbieten. «Darum wollte ich einige Davoser jetzt sehen», sagt Hanlon.

Von München nach Prag?

«Wir wissen natürlich, dass die jetzige Auswahl nicht jene sein wird, die 2015 in Prag die WM bestreitet», ist sich der ehemalige Nationalcoach Weissrusslands der Situation bewusst. «Aber ich schliesse nicht aus, dass ein Spieler in allen Camps und dann auch an der WM dabei ist.»

Einige Aspekte seiner Spielphilosophie hat der frühere NHL-Torhüter (über 500 Spiele von 1977 bis 1991) dennoch in sein Aufgebot integrieren können. So will er auf harmonisierende Klub-Mechanismen zurückgreifen - beim Deutschland Cup etwa mit dem Zuger Duo Reto Suri/Lino Martschini. «Zudem habe ich darauf geachtet, genügend Rechtsschützen zu nominieren. Denn ich ziehe Rechtsschützen am rechten Flügel vor», so Hanlon.

Elf Neulinge

11 Spieler werden erstmals das rote Dress mit dem weissen Kreuz tragen: Sandro Zurkirchen, Cédric Hächler, Lorenz Kienzle, Jannik Fischer, Larri Leeger, Ramon Untersander, Chris Baltisberger, Christoph Bertschy, Gaëtan Haas, Mike Künzle und Dario Simion. «Mein Assistent John Fust und ich hoffen, dass mehrere Spieler beweisen können, dass sie ihren Platz verdienen», sagt Hanlon.

Lemm gibt Comeback

Romano Lemm gibt zudem nach gut drei Jahren sein Comeback - und dies gleich als Captain. Der Klotener hatte wegen eines gutartigen Hirnnerven-Tumors pausieren müssen. «Die Rückkehr ins Nationalteam war immer mein Ziel», sagt der 30-Jährige.

Das Aufgebot

Torhüter: Daniel Manzato (Lugano), Sandro Zurkirchen (Ambri)

Verteidiger: Jannik Fischer (Lausanne), Cédric Hächler (Lakers), Lorenz Kienzle (Lugano), Clarence Kparghai (Lugano), Larri Leeger (Lausanne), Tim Ramholt (Zug), Dominik Schlumpf (Lugano), Ramon Untersander (Biel)

Stürmer: Chris Baltisberger (ZSC Lions), Christoph Bertschy (Bern), Simon Bodenmann (Kloten), Etienne Froidevaux (Lausanne), Gaëtan Haas (Biel), Mike Künzle (ZSC Lions), Romano Lemm (Kloten), Lino Martschini (Zug), Reto Schäppi (ZSC Lions), Tristan Scherwey (Bern), Dario Simion (Davos), Reto Suri (Zug), Eric Walsky (Lugano), Samuel Walser (Davos), Dino Wieser (Davos)

Sendebezug: Radio SRF 3, Morgenbulletin, 07.11.2014, 08:30 Uhr.