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Nationalmannschaft Nati unterliegt auch der Slowakei

3 Spiele – 3 Niederlagen: Die Schweiz verliert ihr letztes Spiel am Deutschland Cup mit 1:4 gegen die Slowakei und tritt die Heimreise ohne Punkte an.

Legende: Video Die Schweizer beenden den Deutschland Cup sieglos abspielen. Laufzeit 3:38 Minuten.
Aus sportpanorama vom 06.11.2016.
  • Nach den Niederlagen gegen Kanada und Deutschland verliert die Schweiz auch gegen die Turniersieger aus der Slowakei.
  • Wie bereits gegen Deutschland kassiert die Nati wieder einen Shorthander.
  • Lino Martschini ist der einzige Schweizer Torschütze.

Als Lino Martschini in der 42. Minute mit dem 21. Schuss aufs slowakische Tor endlich das 1:1 erzielte, keimte im Schweizer Lager Hoffnung auf. Lag der 1. Sieg im 3. Spiel des Deutschland Cups doch noch drin? Nur 111 Sekunden später gab Michal Cajkovsky die ernüchternde Antwort: Eiskalt traf der Slowake zur 2:1-Vorentscheidung. «Das war der Knackpunkt», sagte Martschini dazu nach dem Spiel.

Wieder ein Shorthander

Wie bereits in den Partien gegen Kanada und Deutschland zeigte das Team von Patrick Fischer auch gegen die Slowaken durchaus positive Ansätze. Trotz der Bemühungen war das Spiel der Schweizer aber zu wenig präzis, zu wenig effizient und zu wenig konsequent, um sich auf internationalem Niveau behaupten zu können.

Drei Tore reichen nicht auf internationalem Niveau.
Autor: Lino Martschini

Sinnbildlich für den Auftritt waren die folgenden Szenen:

  • 14. Minute: Die Schweiz hat im Powerplay die Chance auf die Führung. Stattdessen trifft Vladimir Dravecky in Unterzahl zum 1:0 für die Slowakei. Bereits gegen Deutschland hatte man einen Shorthander kassiert.
  • 51. Minute: Marcel Hascak nutzt einen der zahlreichen unnötigen Schweizer Puckverluste in der eigenen Zone zum 3:1.
  • 53. Minute: Yannick Herren kann alleine auf Jan Laco losziehen. Doch der Kloten-Stürmer trifft nicht einmal das Tor.
  • 58. Minute: Mit 6 Feldspielern versuchen die Schweizer noch das Wunder zu bewirken. Die Nati agiert aber zu naiv und kassiert schnell den Treffer zum 1:4-Endresultat.
Legende: Video Schweizer Defensive sieht beim 1:3 schlecht aus abspielen. Laufzeit 0:39 Minuten.
Aus sportlive vom 06.11.2016.

Eine Frage der Zeit?

Eines steht nach den Auftritten am Deutschland Cup fest: Dem Fischer-Team steht viel Arbeit bevor. Die Effizienz vor dem Tor und im Powerplay muss massiv verbessert werden. In den 3 Partien erzielte man nur 3 Treffer. «Das reicht nicht auf internationalem Niveau», gab sich Martschini selbstkritisch.

In der Defensive war der Einfluss des neuen Assistenten Tommy Albelin bislang nicht zu sehen. Nach nur 3 Spielen unter dem neugeformten Trainer-Trio braucht die Nati aber vielleicht vor allem eins: mehr Zeit.

2017 nicht am Deutschland Cup

Die 5. Niederlage am Deutschland Cup in Folge war gleichzeitig die letzte bis mindestens 2018. Im kommenden Jahr wird die Schweiz das Traditionsturnier erstmals seit 1996 verpassen.

Grund ist die Olympia-Vorbereitung der Nati: Sie nimmt am Spengler Cup teil und will das Dezember-Heimturnier in Biel auf die November-Länderspielpause vorverschieben. Ob die Schweiz 2018 am Deutschland Cup wieder dabei ist, sei noch offen, sagte SIHF-Sprecher Janos Kick auf Anfrage.

Legende: Video Martschini: «Wir müssen das vergessen» abspielen. Laufzeit 1:48 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 06.11.2016.

Sendebezug: www.srf.ch/sport, Livestream, 6.11.2016, 13:00 Uhr

4 Kommentare

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  • Kommentar von Franco Caroselli (FrancoCaroselli)
    Ich finde es nicht fair, bereits nach einem Turnier die Spieler zu kritisieren. Auch nicht fair von gewissen Medien heute publiziert: "die schweizer Vereine in der ChL sollen das Versagen der CH Nati am D Cup wieder wett machen" Leider läuft das hier zu Lande so, dass die Nati nach den Vereinen kommt. Und das ist sehr schlecht!! Wir wären in der Lage an den WM's Medallien zu holen. Doch nun versagen wir auf der ganzen Linie.....
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  • Kommentar von Christian Graf (Christian Graf)
    Sehr richtig Herr Kohler. Ich bin gespannt auf wehn der Herr Fischer jetzt die Schuld schieben wird für sein eigenes Versagen. Das ist immer das peinlichste, wie er andere für seine Fehler verantwortlich macht. Dies müsste doch den Verantwortlichen im Verband die Augen öffnen, zusammen mit den sich anhäufenden Niederlagen. Aber die Manschaft scheint in ihrem desolaten Zustand nur die Verhältnisse im Verband wiederzuspiegeln.
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  • Kommentar von Christian Graf (Christian Graf)
    Stimmt genau Herr Kohler. Ich bin gespannt was für peinliche Ausreden Herr Fischer jetzt wieder bereit hat, für dieses desolate Abschneiden. Hollenstein und von Arx kann er die Schuld nicht mehr in die Schuhe schieben. Aber leider ist der Zustand und die miserablen Resultate der Manschaft ein Spiegelbild der Zustände im Verband! Das Festhalten an einem Trainer der wirklich nur Misserfolge zu bieten hat und Kritik nicht annehmen kann, geschweige denn Selbstkritik üben würde sagt alles.
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