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Nationalmannschaft Schweizer Viertelfinal-Verlierer als Sieger

Trotz des Ausscheidens im WM-Viertelfinal: Dieses Turnier hat einmal mehr gezeigt, dass eine intakte Mannschaft weit kommen kann. Egal, welcher Spieler auf dem Eis stand – jeder hat sein Aufgebot gerechtfertigt.

Damien Brunner klatscht seine Mitspieler ab.
Legende: Es darf abgeklatscht werden Die Nati zeigte in Paris vielversprechende Auftritte. Keystone

Halbfinal verpasst. Schade. Aber die Schweizer Spieler dürfen erhobenen Hauptes nach Hause reisen. Alle Gruppenspiele ohne Niederlage nach 60 Minuten zu überstehen, das haben nur zwei Teams an dieser WM geschafft. Kanada und die Schweiz.

Eine Mannschaft, die funktionierte

Das zeigt, wie konstant die Mannschaft gespielt hat. Das Wort Mannschaft ist zentral, wenn die Leistung der Schweizer analysiert wird. Jeder hat dem anderen vertraut. Egal, wer spielte, wer auf der Tribüne sass, wer verletzt war, wer ausgewechselt wurde, jeder hat seine Rolle akzeptiert.

Das klappt nur, wenn eine Mannschaft funktioniert. Das hat natürlich mit dem Charakter der Spieler zu tun. Es ist aber Patrick Fischer, der die Spieler und damit die Charaktere ausgesucht hat. Die Zusammenstellung des Teams war Fischers grösste Tat seit seiner Amtseinsetzung im Herbst 2015.

Mit Vollbestand auf dem Eis haben die Schweizer den Anschluss an die grossen Eishockeynationen geschafft.

Was das Fischer-Team an der WM in Paris gezeigt hat, war stark. Mit 5 gegen 5 Spielern auf dem Eis, sind die Schweizer top. Da müssen sie sich vor keinem Gegner mehr verstecken. Im Gegenteil: Mit Vollbestand auf dem Eis haben die Schweizer den Anschluss an die grossen Eishockeynationen geschafft. Wenn sie in Zukunft noch präziser und schneller schiessen, werden sie den Schritt in die besten 6 Teams der Welt bald einmal machen können.

Legende: Video «Zusammenfassung Schweiz-Schweden» abspielen. Laufzeit 1:51 Minuten.
Vom 18.05.2017.

Natürlich gab es während der WM auch Momente, in denen die Schweizer Aussetzer hatten. Die verspielte 4:0-Führung gegen Aufsteiger Slowenien oder das im Penaltyschiessen verlorene Spiel gegen Frankreich sind Beispiele.

Aber die Mannschaft ist nie eingebrochen, hat immer wieder reagiert und für die nächste positive Überraschung gesorgt. Gegen die sogenannt grossen Eishockeynationen wie Kanada, Finnland, Tschechien und auch im Viertelfinal gegen Schweden hat die Schweiz phasenweise sogar dominiert, weil die Mannschaft leidenschaftlich gespielt und als Team funktioniert hat.

Die Schweizer liessen sich nicht aus der Ruhe und dem Konzept bringen.

Auch an dieser WM standen die Schweizer wie an vergangenen Turnieren unter Druck, wurden manchmal von den Gegnern eingekesselt. Aber in Paris konnten die Gegner trotz Druckphasen nicht oft aufs Tor schiessen. Die Schweizer spielten sehr clever, schirmten das Tor ab, standen immer zwischen Puck und Tor, warfen sich im Notfall in die Schüsse und liessen sich nicht aus der Ruhe und dem Konzept bringen. Der Charakter der Mannschaft hat auch in diesen Situationen gestimmt.

Gute Perspektiven für Olympia

Falls die NHL-Spieler an den Olympischen Spielen in Pyeongchang im nächsten Februar tatsächlich nicht teilnehmen, wird die Schweiz mit dieser leidenschaftlichen Mannschaft einiges erreichen können.

Sind Sie mit dem Abschneiden der Schweizer zufrieden?

  1. Ja. Sie haben die Viertelfinals erreicht – mehr lag nicht drin.
    %
  2. Jein. Sie haben die Erwartungen erfüllt – der Exploit fehlte aber.
    %
  3. Nein. Als Gruppenzweiter kann man auch mal in die Halbfinals einziehen.
    %

Vielen Dank für Ihre Teilnahme.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 18.5.17, 20:10 Uhr

Zur Person

Zur Person

Christoph Sterchi ist Fachleiter Radio-Formate bei SRF Sport. Er hat die Schweizer Nationalmannschaft an der WM in Paris journalistisch begleitet.

6 Kommentare

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  • Kommentar von martin blättler (bruggegumper)
    Wer so auftritt,braucht sich nicht zu verstecken.Ihr habt uns einige tolle Fernsehabende beschert.Danke Nati.
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  • Kommentar von Ritter Christine (Ritter Christine)
    Schade dass es nicht zu mehr gereicht hat. Was aber unsere Spieler geleistet hatten war einfach super. Hut ab vor diesem Team. Sehr schade dass das schöne Tor von Dominik Schlumpf aberkannt wurde und das zu unrecht.
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  • Kommentar von Daniele Röthenmund (gerard.d@windowslive.com)
    Eines ist nach dieser Weltmeisterschaft klar, egal wer Weltmeister wird. Es gibt nicht mehr die "Grossen", das ganze ist sehr zusammengerückt, der ehemalige Weltmeister Slowaken ist nur noch durchschnitt, die Tschechen sind weit von Ihren besten Zeiten weg, FIN, USA, CAN, RUS und SWE sind gut, aber nicht mehr überragend. LET.BLR, FR und DEU sind keine Selbstläufer mehr, da müssen sich die sogenannten Spitzenmannschaften sich Anstrengen. Und mitten drin die Schweiz!
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