Simpson: WM-Silber als unvergessliches Meisterstück

Nach der WM in Weissrussland endet die Zeit von Sean Simpson als Schweizer Nationaltrainer. Zwar musste der Kanadier in seiner Amtszeit einige Enttäuschungen einstecken, in Erinnerung bleibt aber vor allem der sensationelle 2. Platz bei der WM 2013.

Simpson übernahm das Amt des Schweizer Nationaltrainers im März 2010. Nach den Olympischen Spielen in Vancouver trat er die Nachfolge von Ralph Krueger an. Insgesamt bestritt die Nati unter Simpson 97 Partien und feierte dabei 59 Siege.

Überstrahlt wird die Amtszeit des Kanadiers vom sensationellen 2. Platz bei der WM 2013 in Stockholm, als die Schweizer unter seiner Leitung nach 9 Siegen in Folge erst im Final an Schweden scheiterten.

Rückschläge 2011 und 2012

Neben diesem Triumph gab es für Simpson aber auch immer wieder Enttäuschungen. Vor allem das frühe Ausscheiden bei den Olympischen Spielen in Sotschi war eine bittere Niederlage. Zudem verpasste die Nati bei den Weltmeisterschaften 2011 und 2012 zweimal das Minimalziel Viertelfinal und musste sich mit den Rängen 9 und 11 zufrieden geben.

Nati zu einer Einheit gemacht

Trotz aller Rückschläge ging Simpson seinen Weg immer unbeirrt weiter. Der Vize-Weltmeistertitel 2013 gab ihm Recht. Vor und während dem Turnier in Schweden schaffte er es, die Nati-Spieler zu einer verschworenen Einheit zu formen und das Optimum aus dem Kader herauszuholen. Dabei kam ihm zugute, dass er vor seiner Zeit als Nati-Trainer bereits erfolgreich auf Klubebene Mannschaften geführt hat.

Grosse Erfolge mit den Lions

Seine grössten Erfolge als Klubtrainer feierte Simpson in der Schweiz. 1998 führte er den EV Zug zum bislang einzigen Meistertitel, 2009 gewann er mit den ZSC Lions das «Double» Champions League/Victoria Cup. Zudem wurde er in Deutschland mit den München Barons im Jahr 2000 Meister.