Clever oder unfair?

Für den Sieg ist in den Playoffs fast jedes Mittel recht. Lugano-Trainer Doug Shedden trickste in Spiel 3 gegen Bern die Schiedsrichter aus. Belohnt wurde er jedoch nicht.

Doug Shedden gibt den Spielern Anweisungen. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Zuhören Lugano-Trainer Shedden gibt die Marschroute vor. Keystone

Verlängerung. Die Gäste aus Bern erzeugen Druck, mächtigen Druck. Lugano kann sich mehrere Male nicht mehr aus der eigenen Zone befreien. Die Entscheidung liegt in der Luft.

Lugano-Trainer Doug Shedden missfällt die Entwicklung in der Overtime. Er nimmt nach einem unerlaubten Befreiungsschlag seiner Mannschaft ein Time-Out. Und er schickt danach Bullyspezialist Maxim Lapierre für den ausgepumpten Fredrik Pettersson auf das Eis.

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Das Icing gefolgt vom Time-Out Luganos

0:50 min, vom 8.4.2016

Doch die Regel (Nummer 93) gemäss dem Reglement des Internationalen Eishockey-Verbandes ist klar: Das Team, welches das Icing verursachte, darf nicht wechseln – ausser ein Spieler ist verletzt. Das weiss auch SCB-Trainer Lars Leuenberger, der ob dem Vorgehen Luganos mehrmals die Hände verwirft und am Ende nur noch lacht.

Aus Lugano-Kreisen heisst es, dass Pettersson ein Material-Problem gehabt haben soll. Allerdings: Beim nächsten Einsatz ist Pettersson wieder auf dem Eis.

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Lapierre für Pettersson – Leuenberger kann nur noch lachen

0:31 min, vom 8.4.2016

Zum Ausgang der Szene: Lapierre, der zuvor nur eines von 17 Bullys nicht gewinnen konnte, verlor das Anspiel. Und ein wenig später auch die Partie.

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Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 07.4.16, 20:00 Uhr