Fehlstart für den Meister - Berner Derby an den SCB

Der SC Bern hat auf den Fehlstart am Mittwoch bei den ZSC Lions reagiert und im Berner Derby gegen Aufsteiger SCL Tigers einen klaren 7:1-Heimsieg gefeiert. Während Meister Davos zuhause gegen Freiburg mit 4:5 n.P. tauchte, siegte Biel in Kloten mit 7:3.

  • Mit Freiburg, Genf und Biel drehten 3 Teams einen 0:2-Rückstand noch in einen Sieg. Zug schaffte die Wende nach einem 0:1-Handicap.
  • Torflut und Kantersiege: Mit Bern, Biel und Genf schossen 3 Teams 7 oder mehr Tore. Insgesamt fielen in 6 Partien 45 Treffer, im Schnitt also mehr als 7 Tore pro Partie.

Davos - Freiburg 4:5 n. P.

Was für ein Wechselbad der Gefühle für die «Drachen» in Davos: Erst drehten die Saanestädter ein 0:2 bis zur 44. Minute in ein 4:2, nur um die Führung in den letzten 10 Minuten der regulären Spielzeit doch noch zu verspielen. Mauro Jörg und Samuel Guerra mit seinem Treffer 40 Sekunden vor Schluss retteten das Heimteam noch in die Overtime. Im Penaltyschiessen setzte sich Gottéron dann aber mit 2:1 durch und holte sich den Extra-Zähler.

Bern - SCL Tigers 7:1

Willkommen zurück in der NLA, SCL Tigers. Die Emmtaler bekamen in der PostFinance-Arena gleich mal einen Vorgeschmack darauf, welche Kaliber nun wieder in der höchsten Liga warten. Im Berner Derby befand sich der Aufsteiger spätestens nach 14 Minuten und dem 1:0 durch Marc Reichert auf verlorenem Posten. Und weil sich die Mutzen für die Niederlage bei den ZSC Lions rehabilitieren wollten und sich in bester Spiellaune zeigten, fiel das Verdikt mit 7:1 (Schussverhältnis 35:10) am Ende sehr deutlich aus.

Kloten - Biel 3:7

Weil neu die Playoffs nicht mehr im Saisonabo inbegriffen sind, kam es in Kloten schon vor Saisonbeginn zu Misstönen zwischen Klub und Fans. Über den sportlichen Erfolg wolle man sich mit den Anhängern versöhnen, liess die Vereinsleitung ausrichten. Dank einer 2:0-Führung nach 13 Minuten durch einen Doppelpack von Neuzugang Chad Kolarik liess sich der Start durchaus verheissungsvoll an. Weil von da an aber nicht mehr viel zusammenpasste und am Ende eine 3:7-Heimklatsche resultierte, dürfte sich die Situation in Kloten vorerst nicht entspannen. Bei den Seeländern zeichneten sich Captain Mathieu Tschantré und Pär Arlbrandt als Doppeltorschützen aus.

Lugano - Zug 2:5

Trotz zweier Skorerpunkte musste Luganos Damien Brunner gegen seine ehemaligen Zuger Kollegen als Verlierer vom Eis. Den Zentralschweizern hingegen gelang eine eindrückliche Reaktion auf die missratene Kampagne in der Champions Hockey League, in der sämtliche vier Partien verloren gingen.

ZSC Lions - Lausanne 1:0

Das defensivstarke Lausanne wurde seinem Ruf einmal mehr gerecht. Weil die Waadtländer aber auch offensiv weitgehend harmlos blieben, reichte Marc-Andre Bergerons Treffer in der 45. Minute zum Mini-Sieg und damit zum perfekten Saisonstart für die Lions. Zum Matchwinner avancierte Torhüter Lukas Flüeler, der sämtliche 25 Schüsse auf sein Tor parierte und zudem in der letzten Spielsekunde noch einen Penalty von Lausannes Nicklas Danielsson abwehrte.

Genf-Servette - Ambri 8:2

In der Vernets-Halle sorgte Tom Pyatt praktisch im Alleingang für die Wende, nachdem Ambri mit einem frühen Doppelschlag 2:0 in Führung gegangen war. Der Amerikaner erzielte jeweils im Powerplay die Treffer zum 1:2 und 2:2, später bereitete er noch den Führungstreffer von Damien Riat zum 5:2 vor. Überhaupt zeigten sich die Calvinstädter äusserst effizient in Überzahl, münzten sie doch 4 der 7 Powerplay-Situationen in Tore um.

Sendebezug: Radio SRF 1, Abendbulletin, 11.09.2015, 22:05 Uhr.