Holden: «So können wir nicht weitermachen»

Nach 8 Spielsperren ist Josh Holden beim Auswärtsspiel in Lausanne ins Team des EV Zug zurückgekehrt. Angesichts der ungemütlichen Tabellenlage ist der Leitwolf der Zentralschweizer nun besonders gefordert.

Josh Holden darf nach verbüsster Sperre wieder mittun beim EV Zug. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: «Noch fehlt das Timing» Josh Holden darf nach verbüsster Sperre wieder mittun beim EV Zug. Keystone

«Von nun an ist jedes Spiel für uns wie ein Playoff-Spiel», gibt Josh Holden die Marschrichtung vor. Nach 7 Niederlagen in den letzten 9 Spielen ist die Lage bei den Zentralschweizern ungemütlich geworden.

Eine Teilschuld muss Holden auf sich nehmen, handelte er sich doch wegen eines Ellbogenchecks eine Sperre von 8 Spielen ein. Er fühle sich nicht schuldig deswegen, meinte der Heisssporn, denn es sei seine Spielweise. «Wenn ich aufhöre so zu spielen, dann tue ich nicht alles, um meinem Team zu helfen.» Gleichwohl weiss Holden: «Ich mache Fehler und muss dafür bezahlen.»

Probleme in der Defensive

Zurzeit resultiert beim EV Zug lediglich Platz 10 - eindeutig zuwenig für die Ansprüche des letztjährigen Playoff-Halbfinalisten. «Jeder muss jetzt in den Spiegel schauen und sich fragen: Was kann ich besser machen?», liefert Holden einen Lösungsansatz zur Krisenbewältigung. Denn: «So kann es nicht weitergehen.»

Vor allem in der Defensive und in den «Special Teams» hapert es bei den Zentralschweizern. «Die Statistiken sind offensichtlich, da müssen wir uns verbessern. Wir müssen wieder hungriger werden», sagt Holden.

Eine Torhüter-Diskussion will der Kanadier aber nicht aufkommen lassen und spricht dabei den Wechsel von Brian Boucher zu Eero Kilpeläinen an: «Wir haben schon einen Torhüter als Sündenbock abgestempelt, das brauchen wir nicht noch einmal.»

Gegen ZSC Lions unter Zugzwang

Am Samstag gastieren die formstarken ZSC Lions in Zug. «Da müssen wir mental bereit sein und einen absoluten Siegeswillen zeigen», fordert Holden.

Der 35-Jährige hofft, auch selber wieder mehr Akzente setzen zu können. In Lausanne habe das Timing noch ein wenig gefehlt. «Die Intensität und das Niveau ist bereits um einiges höher als zum Saisonstart.» Das tönt tatsächlich schon fast ein wenig nach Playoffs.

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Lausanne - Zug («sportaktuell»)

1:16 min, vom 2.11.2013