In Zug fliegen die Fäuste – Bern siegt eine Sekunde vor Schluss

Zug hat gegen Lugano einen klaren 4:0-Sieg eingefahren. Mehr zu reden als das Resultat gaben allerdings zahlreiche Prügeleien. Bern entschied das Derby gegen Biel in letzter Sekunde für sich und ist zurück auf dem Leaderthron.

  • Zug und Lugano sammeln 138 Strafminuten – neuer Saisonrekord
  • Berns Simon Moser trifft gegen Biel 1,6 Sekunden vor der Schlusssirene
  • Freiburg verspielt gegen Davos einen 3:0-Vorsprung
  • Neben Freiburg dürfte auch Ambri keine Chancen mehr auf die Playoffs haben

Zug - Lugano 4:0

Die Partie zwischen Zug und Lugano war nach 35 Minuten entschieden. Santeri Alatalo und Sandro Zangger erhöhten in der Bossard Arena mit einem Doppelschlag innert 40 Sekunden auf 4:0 und machten die 1:7-Schmach gegen die ZSC Lions vom Vortag vergessen. Auf dem Eis ging es dann aber erst so richtig los. Mittendrin: Maxim Lapierre. Der Tessiner Prügelknabe, der bereits in der 1. Minute eine 10-Minuten-Strafe wegen Provokation kassiert hatte, war allerdings nicht der Einzige, der mit einer Spieldauer-Disziplinarstrafe belegt wurde. Auch Ryan Gardner und Dominik Schlumpf mussten vorzeitig unter die Dusche.

Bern - Biel 1:0

Der SCB ist zurück auf dem Leaderthron. Im Derby gegen Biel machten es die «Mutzen» aber bis zur allerletzten Sekunde spannend. Nur einen Wimpernschlag vor der Schlusssirene drückte Simon Moser den Puck über die Linie. Für die Seeländer, bei denen Simon Rytz den Vorzug vor Jonas Hiller erhielt, wäre insbesondere im Startdrittel mehr dringelegen. In 80 Sekunden doppelter Überzahl brachten die Bieler aber keinen Treffer zustande.

Freiburg - Davos 3:5

Für Freiburg ist die wohl letzte Hoffnung auf einen Playoff-Platz in weite Ferne gerückt. Die «Drachen» müssen sich allerdings an der eigenen Nase nehmen. Gegen Davos verspielte der Tabellenletzte fahrlässig einen 3:0-Vorsprung. Den schönsten Treffer des Abends erzielte Jerome Portmann. Der Davoser wurde in der 46. Minute von Claude Paschoud ideal freigespielt und schloss den Angriff mit einem präzisen Hocheck-Schuss zum Ausgleich ab.

Ambri - Genf 2:3 n.V.

Auch für Ambri dürfte der Playoff-Zug abgefahren sein. Die Leventiner verpassten es, gegen zu Beginn träge wirkende Genfer trotz zahlreichen Chancen den Unterschied zu machen. In der Overtime sicherte Arnaud Jacquemet dem McSorley-Team nach 79 Sekunden den Zusatzpunkt. Kurios: Im Startdrittel hatte Jason Fuchs Ambri in Front geschossen, Jeremy Wick gelang nur 9 Sekunden später der Ausgleich.

Sendebezug: Radio SRF 3, 14.01.2017, Bulletin von 22:00 Uhr