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National League Joel Aebi erlebt ein Albtraum-Debüt

Es hätte das Spiel seiner grossen Chance werden können. Doch stattdessen wurde der erst 20-jährige SCB-Ersatzkeeper nach der Pleite in Ambri zum Buhmann abgestempelt.

Legende: Video Die Höchststrafe für Aebi nach 4 Gegentoren abspielen. Laufzeit 01:11 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 30.11.2016.

In der 27. NLA-Runde bekam Joel Aebi das Vertrauen erstmals von Beginn weg geschenkt. Er durfte zwischen den SCB-Pfosten Stammgoalie Leonardo Genoni vertreten.

Doch die Premiere wird dem Berner Eigengewächs nicht darum in Erinnerung bleiben, weil sie besonders aufregend war, sondern weil sie gründlich daneben ging. Besonders deprimierend: Nach dem 3:6 beim Schlusslicht Ambri setzte es für den erst 20-Jährigen eine öffentliche Schelte ab. «Er war nicht auf dem Level, auf dem er sein sollte», diktierte Coach Kari Jalonen einem Journalisten der Berner Zeitung ins Notizbuch.

Von der Verteidigung im Stich gelassen

Dieser Einschätzung wegen hatte Jalonen das «Experiment Aebi» vorzeitig abgebrochen und ihn in der Valascia nach dem 4. Gegentreffer in der 46. Minute zurück auf die Ersatzbank beordert.

Damit muss er leben. Das gehört zum Lernprozess.
Autor: Kari Jalonen

Der Ausgleich zum 1:1 kann Aebi angelastet werden. Im Rücken des SCB-Keepers wurde dieser von Oliver Kamber am Schoner getroffen, von wo der Puck hinter die Linie kullerte. An den anderen Gegentreffern aber traf die Schuld primär seine Vorderleute.

Joel Aebi mit der Goaliemaske auf dem Kopf.
Legende: Joel Aebi Es hagelte Kritik. Keystone

Zurück bleibt der Frust, der schon bei seinen ersten beiden Einsätzen in dieser Saison riesig war.

  • Blamabel: Als Aebi zum ersten Mal das SCB-Tor hüten durfte, scheiterte der Meister in der 1. Cup-Runde an B-Ligist Ticino Rockets im Penaltyschiessen.
  • Undankbar: Sein erster NLA-Auftritt hatte der Wirtschaftsstudent vor wenigen Tagen gegen Kloten, als Genoni nach dem 0:5 ausgewechselt worden war und es am Schluss 1:8 stand.

«Damit muss er leben. Das gehört zum Lernprozess», sagte ein verstimmter Jalonen hinterher. Aufmunterung klingt anders.

Sendebezug: SRF zwei, «sportaktuell», 29.11.2016 22:20 Uhr

Legende: Video Ambri zerlegt den SCB im Schlussdrittel abspielen. Laufzeit 05:04 Minuten.
Aus sportaktuell vom 29.11.2016.

3 Kommentare

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  • Kommentar von Werner Aeschlimann (wernz)
    Das ist SCB kein Herz nur Kohle! Hopp Langnou!!!!
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  • Kommentar von Silas Räber (Silair)
    Klar ist es z.T. Aebis Schuld, aber wie bereits im Artikel geschrieben, gehört sowas zum Lernprozess dazu! Ich drücke ihm die Daumen, dass er bald wieder die Gelegenheit erhält, sein Können zu zeigen! Das nächste Mal jedoch mit besseren Leistungen. Imho fehlt ihm einfach das Selbstvertrauen, dazu braucht's 1-2 gute Matches! Kopf hoch, das wird noch!
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  • Kommentar von Felice Limacher (Felimas)
    Was für ein Coach: «Er war nicht auf dem Level, auf dem er sein sollte», diktierte Coach Kari Jalonen einem Journalisten der Berner Zeitung ins Notizbuch. Und genau dafür ist niemand anderst als der Coach und seine Einschätzung seiner Spieler verantwortlich. Diese Blamage gehört Jalonen und nicht Aebi.
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