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National League Klotens Wandel, Hollensteins Konstanz

Nach der letztjährigen Playout-Teilnahme spielen die Kloten Flyers wieder um den Titel. Für Felix Hollenstein ist ein Playoff-Final nichts Neues. In der Rolle als Cheftrainer bedeutet sie für ihn aber eine Premiere.

Das Momentum ist ein strapazierter Begriff im Playoff-Eishockey. Es hätte kippen können in dieser Halbfinal-Serie zwischen Kloten und Fribourg-Gottéron - begünstigt durch den Ausgleich 4 Sekunden vor dem Ende. Dieser hat den Freiburgern den Weg geebnet zu einem Spiel 6.

Doch die Reaktion darauf fiel ernüchternd aus für den Qualifikationszweiten. Die Zürcher Unterländer antworteten mit einem 4:1-Heimsieg und schafften damit zum 9. Mal und erstmals seit 2011 wieder den Finaleinzug.

Eine Rückkehr, die beeindruckt

Bemerkenswert: Felix Hollenstein hat in dieser Zeitspanne von 27 Jahren nicht ein Endspiel verpasst. Seine Rollen wandelten sich, wurden zunehmend relevanter. Als Talent reifte er zum unverzichtbaren Flügelstürmer, der noch heute mit 657 Skorerpunkten als Nummer 2 des Klubs in dieser Statistik geführt wird. Später wirkte er an der Bande als Assistent, wurde im Februar 2013 als Chefcoach zurückgeholt und steht nun zum ersten Mal in dieser Funktion im Final.

Sein Team habe die unerwartete Wende am Samstag bestens verdaut. «Denn wir hatten zwei Tage später die Chance, alles vergessen zu machen», beteuert Hollenstein und fügt an, «diese Einstellung haben meine Spieler verinnerlicht.»

Nur einen Tag nach seinem 49. Geburtstag war Klotens Urgestein mit Stolz erfüllt. Vor allem «unsere Bereitschaft zur Aufopferung, die Disziplin und der Spass am Hockey» nannte er als Erfolgsfaktoren. Vielleicht war der 5-fache Meister auch hungriger nach zwei Jahren voller Turbulenzen, die 2012 fast im Konkurs und zuletzt im Playout und damit im möglichen Abstieg geendet hatten.

Eine Sehnsucht, die bleibt

Bei den Freiburgern dagegen bleibt die Titel-Sehnsucht ungestillt. Waren sie noch geschmeidig durch den Viertelfinal gegen Ambri gekommen, entschieden nun Details zu ihren Ungunsten. «Ich würde nicht sagen, dass wir schlechter waren. Aber Kloten hat es halt etwas besser gemacht», anerkannte Gottérons Benjamin Plüss.

Der 35-Jährige, der seine Karriere im Nachwuchs des EHC Kloten lanciert hatte, bemängelte die vielen individuellen Fehler. «Der Gegner hat dies leider eiskalt ausgenutzt und war insgesamt effizienter.»

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