Lugano im Elend – Derbysieg für die Lions

Für Lugano und Coach Doug Shedden wird die Lage immer ungemütlicher. In Bern tauchten die Tessiner gleich mit 0:5. Während Genf ein Lebenszeichen sandte, jubelten die ZSC Lions im 203. Derby gegen Kloten.

  • Für Doug Shedden wird die Luft dünn: Lugano verliert zum 7. Mal im 8. Spiel
  • Klotens Tommi Santala und Davos' Andres Ambühl müssen nach harten Fouls vorzeitig unter die Dusche
  • Biel gelingt gegen Freiburg innert 19 Sekunden der Ausgleich

Bern - Lugano 5:0

Die Krise von Lugano nimmt immer dramatischere Züge an. Nachdem die Tessiner am Dienstag nach einer 3:0-Führung gegen Kloten noch mit 3:8 getaucht waren, war in Bern nicht der Hauch einer Reaktion zu sehen. Zwar lag Lugano nach zwei Dritteln nur mit 0:2 zurück, ein Aufbäumen blieb aber im Schlussabschnitt aus. Mit einem Doppelschlag machten Simon Bodenmann (47.) und Martin Plüss (48.) den Deckel drauf. Während Leonardo Genoni seinen 3. Shutout der Saison feierte, kassierten die Tessiner die 7. Niederlage im 8. Spiel.

ZSC Lions - Kloten 4:2

0:3 lag Kloten zur 1. Pause zurück. Einen solchen Rückstand hatten die Flughafenstädter am Dienstag mit einem furiosen Mitteldrittel gegen Lugano locker wettgemacht. Auch im Hallenstadion zeigte Kloten eine Reaktion und verkürzte durch Drew Shore und Denis Hollenstein auf 2:3. Weil Tommi Santala nach einem Stockschlag ins Gesicht von Patrick Thorensen aber vorzeitig unter die Dusche musste, konnte Patrick Geering in der 56. Minute von der Überzahl profitieren und machte mit dem 4:2 alles klar.

SCL Tigers - Genf 1:6

Ein Befreiungsschlag ist Genf auswärts in Langnau gelungen. Nach einer Serie von zuletzt 6 Niederlagen fiel die Reaktion der Calvinstädter heftig und torreich aus. Arnaud Jacquemet hatte das Skore bereits nach 18 Sekunden eröffnet, ehe Damien Riat (3.) kurz darauf auf 2:0 erhöhte. Genf-Keeper Robert Mayer ermöglichte Rob Schremp zu Beginn des Mitteldrittels mit einem Riesenbock zwar den Anschlusstreffer, Riat stellte den 2-Tore-Vorsprung aber sogleich wieder her. Im Schlussabschnitt spielten praktisch nur noch die Gäste.

Freiburg - Biel 3:5

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Gustafsson muss gehen

Nach der Niederlage von Freiburg wurde bekannt, dass der Klub den Vertrag mit Anton Gustafsson per sofort aufgelöst hat. Der schwedische Stürmer, der anfangs Saison mit hohen Erwartungen zu den «Drachen» gestossen war, kehrt in seine Heimat zurück.

Freiburg kommt weiter nicht vom Fleck. Gegen Biel gaben die Saanestädter in der 40. Minute innerhalb von 19 Sekunden einen 2:0-Vorsprung preis. Michal Birner gelang in der 52. Minute dank einer doppelten Überzahlsituation zwar der 3:3-Ausgleich. Julian Schmutz (54.) ebenfalls im Powerplay und Marco Pedretti ins leere Tor sicherten den Seeländern aber den Sieg. Der Ex-Freiburger Marc-Antoine Pouliot glänzte gegen seinen ehemaligen Arbeitgeber mit 3 Assists.

Davos - Lausanne 1:3

Weiter im Hoch befindet sich Lausanne. Der Auswärtssieg im Bündnerland war bereits der 5. Erfolg in Serie für die Westschweizer. Kurz nach Yannicks Herrens (34.) Führungstreffer zum 2:1 liess sich Andres Ambühl zu einem üblen Check gegen Florian Conz hinreissen und kassierte dafür eine Spieldauer-Disziplinarstrafe. Zu einer Reaktion waren die Bündner danach nicht mehr fähig. Kurz vor Schluss musste auch Perttu Lindgren vorzeitig unter die Dusche.

Sendebezug: SRF zwei, sportaktuell, 02.12.2016, 22:20 Uhr