SC Bern – mit Wut zur Wende?

Nach der zweiten SCB-Niederlage in Folge gegen Freiburg ist der Playoff-Final wieder ausgeglichen. Der Frust der Berner war am Donnerstag gross und entlud sich in der Schlussphase über Attacken von Rubin und Ritchie. Finden die «Mutzen» über die Wut zurück zum Erfolg?

Video «Berner Frust im vierten Finalspiel» abspielen

Die Attacken von Rubin und Ritchie.

1:37 min, vom 12.4.2013

Der Ärger beim SC Bern hatte am Donnerstag schon vor dem ersten Bully begonnen. Die Sperre gegen Tristan Scherwey wurde nach einem Rekurs von Gottéron erhöht und sorgte für rote Köpfe. Dass ausgerechnet Beni Plüss – Scherweys «Opfer» – nach weniger als 5 Minuten das 2:0 markierte und am Ende mit 2 Treffern Matchwinner war, trug nicht zur Beruhigung bei.

Frust bei Rubin und Ritchie

In der Schlussminute war der Frust über die Niederlage, den Ausgleich in der Serie, das Verbandssportgericht und wohl auch ein bisschen über den soliden Auftritt der Freiburger so gross, dass sich Daniel Rubin und Topskorer Byron Ritchie mit Körperchargen gegen Alain Birbaum und Cédric Botter Luft verschafften.

Gelassenheit bei Gottéron

Im Freiburger Lager nahm man das Ganze mit der Gelassenheit des Siegers. «Wir haben die neutrale Zone dominiert und den SCB gezwungen, sein System zu ändern», sagte Verteidiger Michael Ngoy. «Dass einige Schlüsselspieler danach Zeichen der Frustration gezeigt haben, spricht Bände.»

«Berner Leader sind müde»

Auch Trainer Hans Kossmann sah den Berner Frust in erster Linie als Lohn für die gute Arbeit und das hohe Tempo seines Teams: «Wir haben gespürt, dass einige Leader der Berner müde sind», sagte er. «Jetzt dürfen wir uns einfach nicht provozieren lassen und müssen diszipliniert weiterspielen.»

SCB in Rücklage am gefährlichsten

Mit dem 3. Sieg in Folge wollen Kossmann und Co. am Samstag den Höhenflug fortsetzen und den HC Fribourg-Gottéron erstmals überhaupt in einer Playoff-Finalserie in Führung bringen.

Bern hingegen muss sich einmal mehr aus einer schwierigen Lage befreien. Dass die Truppe von Antti Törmänen mit dem Rücken zur Wand zu Aussergewöhnlichem fähig ist, hat sie bereits gegen Servette und Zug eindrücklich bewiesen und lässt auf einen packenden Finnish im Kampf um die Meisterkrone hoffen.