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National League SCB: 5 Gründe für den Titel

Der alte Meister ist auch der neue Meister. Im Gegensatz zu 2016 kam der Titel des SCB nicht mehr überraschend. Wir liefern Erklärungen, weshalb am Ende Bern jubelte.

  • 1. Der Königstransfer und die Lebensversicherung

    Wie ersetzt man einen abgewanderten Topskorer? Man holt einen noch besseren Topskorer. Cory Conacher punktete 2015/16 für den SCB in der Quali 52-fach, Mark Arcobello kam 2016/17 gar auf 55 Zähler. Und: In den Playoffs übertraf Arcobello Conacher bei weitem. Zudem schaffte Bern nach den Goalie-Wirren im Vorjahr Kontinuität auf diesem Posten. Mit Leonardo Genoni, einem der Besten seines Fachs.

  • 2. Ein Coach ohne Angriffsfläche

    Als Bern im April 2016 die Verpflichtung von Kari Jalonen vermeldete, war der 57-Jährige noch Coach der finnischen Nationalmannschaft. Im Mai holte Jalonen mit «Suomi» WM-Silber, danach übernahm er in Bern. Und mit seiner ruhigen, souveränen Art bot er keinerlei Angriffsfläche – obschon der SCB auch unter ihm kein «Hurra-Eishockey» spielt. Mit Jalonen als Trainer verlor Bern nie mehr als zwei Liga-Spiele in Folge.

    Kari Jalonen
    Legende: Kari Jalonen Kari Jalonen Keystone
  • 3. Ruhe auf dem Eis

    Es ist vielleicht D I E Szene der SCB-Saison: Lugano-Haudegen Maxime Lapierre deckt im Halbfinal Thomas Rüfenacht mit Schlägen ein. Doch der Stürmer, auch er kein Kind von Traurigkeit, schlägt nicht zurück und lacht Lapierre stattdessen ins Gesicht. Die Szene zeigte: Die Berner konzentrierten sich auf das Wesentliche und liessen die Nebenschauplätze Nebenschauplätze sein.

  • 4. Ruhe neben dem Eis

    Mitte November kassierte Bern gegen Kloten eine 1:8-Heimschlappe. Im Januar unterlag man in Zug mit 0:6. Anflug von Nervosität oder Ungemach? Weit gefehlt. Bern putzte den Mund ab und gewann die nächsten beiden Spiele jeweils wieder. Auch als Aushängeschild Martin Plüss nach 9 Jahren keinen neuen Vertrag mehr bekam, blieb alles ruhig in der Hauptstadt.

  • 5. Selbstvertrauen und Energiereserven

    Vor einem Jahr spielte Bern eine Quali zum Vergessen und dreht erst in den Playoffs so richtig auf. Heuer war der SCB von Beginn an in der Spitzengruppe, holte den Quali-Sieg und dominierte auch in den Playoffs. Und irgendwie wurde man das Gefühl nicht los, dass die Jalonen-Equipe kaum einmal an ihre Grenzen gehen musste. Es schien stets Luft nach oben vorhanden zu sein. Ausser vielleicht beim 5:0 im 1. Playoff-Finalspiel gegen Zug. Da warf der SCB alles rein und liess rasch die Muskeln spielen. Mit verheerendem Ergebnis für den Gegner.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 17.4.17, 20:00 Uhr

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