«Spielerisch können wir mit dem ZSC nicht mithalten»

Der SC Bern hat sich auf den letzten Drücker für die Playoffs qualifiziert. Nun führen die Berner in der Viertelfinal-Serie gegen die ZSC Lions mit 2:0. SCB-Trainer Lars Leuenberger nennt im «sportpanorama» die Gründe für das Hoch.

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Die turbulente Saison des SCB

2:17 min, aus sportpanorama vom 6.3.2016

Die Nerven der SCB-Fans werden in dieser Saison bis aufs Äusserste strapaziert. Praktisch seit Saisonbeginn geht es beim grössten Sportklub der Schweiz drunter und drüber. Eine Chronologie:

Kurz-Chronologie der turbulenten SCB-Saison

11. November
Trainer Guy Boucher gibt bekannt, dass er den SCB aus familiären Gründen am Ende der Saison verlassen wird.
18. November
Nach 3 Niederlagen in Folge rutscht Bern unter den Strich. Boucher wird per sofort entlassen, Lars Leuenberger übernimmt. Und Sven Leuenberger tritt als Sportchef zurück.
18. November
Für den langjährigen Stammgoalie Marco Bührer ist die Saison wegen einer Fussverletzung gelaufen. Es ist gleichzeitig das Karrierenende des 36-Jährigen.
23. November
Der SCB gibt die Verpflichtung von Daniel Manzato bekannt. Der Torhüter verletzt sich allerdings in seinem 1. Einsatz – und läuft danach nicht mehr für die «Mutzen» auf.
4. Januar
Eric Blum, der stärkste Verteidiger, fällt mehrere Wochen aus. Bern fällt in ein Tief, verliert 7 Partien in Folge.
26. Februar
Erst im zweitletzten Spiel der Qualifikation schaffen die Berner die definitive Playoff-Teilnahme.
5. März
Der SCB gewinnt auch die 2. Playoff-Partie gegen Quali-Sieger ZSC Lions und führt in der Serie mit 2:0.

Die Hilfe des kanadischen Psychologen

Die Qualifikation hat auch bei den Spielern Spuren hinterlassen. Der SCB konnte nie mehr als 3 Partien in Folge gewinnen. «Vor allem im Januar hatten wir eine enorm schwierige Phase. Wir mussten viel miteinander reden», blickte Lars Leuenberger zurück. Nach der 0:4-Heimschlappe gegen Freiburg im fünftletzten Quali-Spiel griff die Berner Führungsetage in die Trickkiste.

«  Saul Miller spielte eine entscheidende Rolle. »

Leuenberger: «Wir haben versucht, positiv zu bleiben»

4:30 min, aus sportpanorama vom 6.3.2016

«Wir haben uns entschieden, Sportpsychologe Saul Miller aus den USA einzufliegen», erklärte Leuenberger im «sportpanorama». Der Kanadier arbeitet seit mehreren Jahren mit dem SCB zusammen. «Er spielte im Kampf um die Playoff-Qualifikation eine ganz entscheidende Rolle. Er war sehr, sehr wichtig», schwärmte der 40-Jährige.

Die Hilfe aus Übersee hat ihre Wirkung nicht verfehlt. Dass die Berner in der Serie gegen die ZSC Lions nun mit 2:0 führen, ist für Leuenberger aber nicht nur Zufall. Er sieht dafür mehrere Gründe:

  • «Der negative Druck ist nach der Playoff-Qualifikation von uns abgefallen. Das hat uns auch befreit.»
  • «Wir haben eine gute Mannschaft, das wissen wir. Unsere Qualitäten liegen vor allem im physischen Bereich.»
  • «Wir haben immer an uns geglaubt. Auch als es nicht gut für uns lief. Wir sind immer positiv geblieben.»
  • «Das Glück liegt momentan auf unserer Seite. Die beiden Partien gegen den ZSC hätten auch einen anderen Ausgang nehmen können.»

Leuenbergers Taktik

Leuenbergers Devise für die kommenden Spiele gegen die ZSC Lions ist klar: Präsenz markieren, physisch spielen, dem Gegner wenig Raum lassen. «Denn wir wissen, dass wir spielerisch nicht mit dem ZSC mithalten können.»

Wirft der SCB die ZSC Lions aus den Playoffs?

  • Ja. Bern nimmt den Schwung mit und schafft die Überraschung.

    54%
  • Nein. Die Lions kommen zurück und führen die Wende herbei.

    45%
  • 1232 Stimmen wurden abgegeben

Leuenberger über die Rolle als Trainer in den Playoffs

5:19 min, aus sportpanorama vom 6.3.2016

Lars Leuenberger: «Ich brauche den Strom»

4:16 min, aus sportpanorama vom 6.3.2016

Sendebezug: SRF zwei, sportpanorama, 06.03.2016, 18:15 Uhr