Was ist möglich für den HC Davos?

Am Freitag startet der HC Davos zuhause gegen Fribourg-Gottéron in die neue Spielzeit. Wir beleuchten die Perspektiven des Titelverteidigers vor dem Saisonstart.

Die Gebrüder von Arx mit dem Meisterpokal Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: 39 Jahre So lange haben Reto (links) und Jan von Arx zusammengezählt für den HCD gespielt. EQ Images

Die Ausgangslage

Ein Jahr ist es her, da wollte man beim HC Davos den Umbruch einleiten. Leitwolf Reto von Arx und sein Bruder Jan sollten die Verantwortung Stück für Stück an die nächste Generation abgeben. Mit nachrückenden Talenten wollte man eine neue Dynastie aufbauen, die dereinst an die grossen Erfolge der «Nullerjahre» anknüpfen soll. Das Resultat ist bekannt: Vergangenen Frühling durfte der HCD seinen 31. Meistertitel feiern.

Die meisterhafte Form konnten die Davoser in die Saisonvorbereitung mitnehmen. Die Bündner haben in der Champions Hockey League ihre Gruppe gewonnen – im Sechzehntelfinal wartet IFK Helsinki. Dass das Team harmoniert, dürfte man beim Rekordmeister mit Erleichterung zur Kenntnis genommen haben.

Denn die klammen Klubfinanzen erlaubten dem Rekordmeister diesen Sommer keine grossen Sprünge auf dem Transfermarkt. Unter anderen verlor man Grégory Hofmann an den HC Lugano, die Gebrüder von Arx haben ihre Karrieren beendet. Die Lücken wurden vornehmlich mit jungen, unerfahrenen Spielern geschlossen. Zudem starten die Davoser aller Voraussicht nach mit nur 3 von 4 möglichen Ausländern in die Saison.

Deshalb hat der HCD Erfolg

  • Der Verlust der Gebrüder von Arx spielt keine Rolle. Bereits vergangene Saison hat sich der HCD von seinen langjährigen Führungsfiguren emanzipiert.
  • Fast schon traditionell werden die Landwassertaler als grosser Transferverlierer gehandelt. Nicht zum ersten Mal strafen Ambühl und Co. die Kritiker Lügen und spielen erneut ganz oben mit.
  • Arno Del Curto.

Deshalb hat der HCD keinen Erfolg

  • Praktisch jede Saison haben die Davoser nach dem Spengler Cup eine sportliche Baisse zu überstehen. Dieses Jahr müssen die Spieler durch die Teilnahme an der CHL mit einer Dreifachbelastung zurechtkommen. Das «Januarloch» ist heuer so tief wie noch selten.
  • Das junge HCD-Team kann die Abgänge von Hofmann, von Arx, Camperchioli und Co. nicht kompensieren.
  • Seit 2001 konnte keine Mannschaft mehr den Titel verteidigen.

Die Expertenmeinung

«  Ich glaube nicht, dass Davos den Titel verteidigen kann. Die Konkurrenz ist zu stark. »

Christian Weber

Wie schneidet der HC Davos in der Saison 2015/16 ab?

  • Der HCD verteidigt den Titel.

    49%
  • Der Meistertitel ist ausser Reichweite, die Playoff-Qualifikation schaffen die Davoser aber locker.

    47%
  • Der Meister muss den schweren Gang in die Playouts antreten.

    3%
  • 1662 Stimmen wurden abgegeben

Sendebezug: Radio SRF 1, Morgenbulletin, 07.09.2015