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Swiss League Und täglich grüsst... Olten gegen Langenthal

Die Swiss League verwirrt mit ihrem Spielplan, der die Frage nach Wettbewerbsverzerrung aufwirft. Die Gründe sind aber hausgemacht. Von den Klubs.

Der Klassiker
Legende: Der Klassiker Die Oltner feiern nach einem Derby-Sieg gegen Langenthal. Keystone

Die zweithöchste Eishockey-Liga hat ihren Reiz. Als Ausbildungsmöglichkeit und Sprungbrett künftiger Stars. Als Hort von Tradition und unverfälschter Passion. Wenn etwa in Olten oder Visp regelmässig über 3000 Zuschauer ihre Aufwartung machen.

Trotzdem fristet die Liga ein Schattendasein. Die grössten Schlagzeilen in den letzten Jahren waren negativen Ursprungs, wenn wieder einmal ein Klub Pleite ging: 2012 Sierre, 2014 Basel und zuletzt Martigny.

Ewiges Duell
Legende: Ewiges Duell Wie oft gibt es für Ajoies Jonathan Hazen in den 10 Derbys gegen ChdF Grund zu jubeln? Keystone

Swiss League? Der Name verwirrt

Nun sorgte die Liga schon zum Saisonbeginn für Kopfschütteln. Das hat einerseits mit ihrem neuen Namen «Swiss League» zu tun. Dass sich dahinter die zweite Spielklasse verbirgt, ist nun nicht mehr erkennbar. Das hat andererseits aber auch mit ihrem skurrilen Spielplan zu tun.

Nach dem Aus von Martigny sind 11 Teams in der Liga verblieben. Und es kommt zu abenteuerlichen Konstellationen: So spielt Ajoie 10-mal gegen La Chaux-de-Fonds, die Lakers treffen 7-mal auf Winterthur sowie Thurgau, und auch Langenthal - Olten gibt's 7-mal zu sehen.

In den Derbys gibt es mehr Geld

Das Spitzenteam Rapperswil-Jona kommt also zu Zusatzspielen gegen zwei Aussenseiter, während Konkurrent Langenthal solche Mehrpartien gegen Olten auf Augenhöhe bestreiten muss. Das wirft die Frage nach Wettbewerbsverzerrung auf.

Die Gründe allerdings sind hausgemacht. Mehr Qualifikationsspiele zu bestreiten als in der National League, kam nicht infrage. Man einigte sich auf 46 Partien. Und die Klubs verlangten, geographische Aspekte zu berücksichtigen. Denn in den Derbys können sie mehr Geld umsetzen.

Nun sind alle happy. Und es ist ja auch nur für eine Saison.
Autor: Willy VögtlinSpielplangestalter

Spielplangestalter Willy Vögtlin blieb also aufgrund der mathematischen und regionalen Vorgaben keine andere Wahl, als ein unkonventionelles Programm zusammenzustellen. «Nun sind alle happy», sagt er. «Und es ist ja auch nur für eine Saison. Ich nehme an, dass wir nächstes Jahr wieder 12 Teams haben werden.»

Übrigens: Ajoie und La Chaux-de-Fonds gewöhnten sich im Sommer schon an die bevorstehende Serie dieser Saison. Mit einem Testspiel.

Sendebezug: Radio SRF 1, Morgengespräch, 22.09.2017, 9.20 Uhr.

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