Zum Inhalt springen

WM «Blood Shirt»: Niemand will Rückennummer 54

Wenn ein Spieler an der Eishockey-WM in Tschechien blutet, muss er unter Umständen das Trikot wechseln. Zu diesem Zweck steht ein Ersatz-Shirt bereit. Dafür reservierte der internationale Verband die Rückennummer 54.

Legende: Video Timo Helbling und das «Blood Shirt» im Spiel gegen Frankreich abspielen. Laufzeit 0:57 Minuten.
Vom 05.05.2015.

An der Eishockey Weltmeisterschaft in Prag sind über 350 Spieler im Einsatz. Und jeder von ihnen hat seine persönliche Rückennummer. Diese Nummer ist nicht nur einfach eine Zahl; sie kann bis zum Markenzeichen des Spielers werden – nur ungern wechseln Spieler ihre Rückennummer.

Gesperrte Nummer

Wer in Prag aber mit der Nummer 54 auflaufen möchte, hat Pech. Die 54 ist vom internationalen Verband IIHF gesperrt. Es existiert zwar für jedes Team ein Trikot mit dieser Nummer – diesem Trikot ist aber eine spezielle Rolle zugedacht: Die 54 ist das «Blood Shirt».

Das «Blood Shirt» kommt zum Einsatz, wenn ein Spieler blutet und er deshalb gemäss den internationalen Regeln das Trikot wechseln muss. Wer also die 54 trägt, macht das nicht freiwillig – er ist so gekennzeichnet. In Prag will also lieber niemand diese Rückennummer tragen.

Helbling als unfreiwilliger Träger

Im Schweizer Spiel gegen Frankreich kam das «Blood Shirt» zum Einsatz. Ein Cut an Timo Helblings Unterlippe hatte ein Trikotwechsel zur Folge. Nur war das «Blood Shirt» im ersten Moment nirgends aufzufinden. Daher wechselte Helbling zuerst auf die 60 und trug erst im letzten Drittel die 54.

P.S. In seinen Einsätzen fürs Nationalteam trug Philippe Furrer jeweils Rückennummer 54. Er verzichtet dieses Jahr aus familiären Gründen auf die WM. Die Frage, auf welche Nummer er wechseln soll, stellte sich ihm also nicht...

Sendebezug: SRF zwei, «sportlive», 03.05.2015, 20:00 Uhr.

3 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.