Für Russland zählt nur Gold

Am Freitag startet in Moskau und St. Petersburg die Eishockey-WM. Und mit zwei Knüller-Duellen am ersten Tag dürfte das Turnier auch gleich richtig lanciert werden.

Russland-Coach Oleg Snarok an der bande. Vor ihm einige seiner Spieler. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Gold soll es sein Ob der Titel für das Team von Oleg Snarok drinliegt? Imago

In der Gruppe B kommt es am Freitag gleich zum ewigen Nachbarschaftsduell zwischen den USA und Titelverteidiger Kanada. Doch auch die Partie zwischen Gastgeber Russland und Tschechien in der Schweizer Gruppe A verspricht einiges an Spannung.

An der WM im eigenen Land wollen die Russen nichts weniger als den Titel. Eine Auftaktniederlage würde sich so gar nicht mit der Euphorie der heimischen Fans und den eigenen Ansprüchen vereinbaren lassen.

Heim-WM: Fluch oder Segen?

Ein WM-Titel im eigenen Land gelang dem Rekordweltmeister (27 Titel) zuletzt 1986. Bei der letzten WM 2007 in Moskau mussten sich die Russen mit Bronze begnügen. An den Olympischen Spielen in Sotschi bedeuteten überraschend die Viertelfinals Endstation.

Ein frühzeitiges Scheitern soll diesmal unter anderen Pawel Dazjuk verhindern. Der Filigrantechniker der Detroit Red Wings ist erstmals seit 2012 wieder an einer WM dabei. Zudem hofft man in Russland auf das allfällige Nachrücken von Jewgeni Malkin (Pittsburgh) oder Alexander Owetschkin (Washington), welche in den Viertelfinals der NHL-Playoffs zur Zeit gegeneinander spielen.

Wie stark sind die Kanadier?

Im vergangenen Jahr waren die Russen im WM-Final gegen Kanada gleich mit 1:6 untergegangen. Ganz so stark sind die damals von Sidney Crosby angeführten «Ahornblätter» in diesem Jahr nicht mehr besetzt. Mit Matt Duchene, Taylor Hall und Ryan O'Reilly sind nur noch drei Spieler aus dem Siegerteam dabei.

Der Kanadier Connor McDavid. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Hoffnungen ruhen auf ihm Connor McDavid überzeugte in seiner 1. NHL-Saison mit 16 Toren und 32 Assists. imago

Die Hoffnungen ruhen deshalb nicht zuletzt auf Connor McDavid von den Edmonton Oilers. Der 19-jährige Nummer-1-Draft von 2015 überzeugte in seiner ersten NHL-Saison auf ganzer Linie.

Die NLA versammelt sich in Russland

Neben Russland sind mit Schweden und Tschechien zwei weitere Topmannschaften in der Schweizer Gruppe. Bei den Skandinaviern figurieren mit Johan Fransson (Genève-Servette), Erik Gustafsson (Kloten Flyers) und Linus Klasen (Lugano) drei Spieler im vorläufigen WM-Kader, die in der vergangenen Saison in der NLA tätig waren.

Insgesamt können zwölf NLA-Söldner auf WM-Einsätze hoffen. Unter ihnen befindet sich der 18-jährige Amerikaner Auston Matthews (ZSC Lions), der im nächsten NHL-Draft wohl als Nummer 1 gezogen wird.

Sendebezug: Radio SRF 1, Abendbulletin, 05.05.2016, 17:10 Uhr.

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Kanada deklassiert Russland im WM-Final 2015

3:59 min, vom 17.5.2015