Zum Inhalt springen
Inhalt

WM «Starkes Powerplay» oder «Chrampf»

Mit Lettland bekommt es die Schweizer Nati an der WM in Prag mit dem bis dato stärksten Gruppengegner zu tun. Darüber sind sich SRF-Mann Christoph Sterchi und Experte Christian Weber einig. Doch Weber weiss über die Schwächen des Gegners Bescheid.

Lettland-Goalie Masalskis muss sich strecken.
Legende: Lettische Schwachstelle Ex-Ambri-Goalie Edgars Masalskis. Keystone

Die WM bei Radio SRF

Die WM bei Radio SRF

Christoph Sterchi (l.) ist WM-Kommentator von Radio SRF. Er wird unterstützt durch Thurgau-Coach und Ex-Natispieler Christian Weber (r.).

«Lettland nimmt extrem viele Strafen und ist Letzter im Penalty-Killing», analysiert Eishockey-Experte Christian Weber. Der Schlüssel zum Schweizer Erfolg wäre also ein erfolgreiches Powerplay.

Fight zu erwarten

Doch gerade hier hat das Team von Glen Hanlon bisher noch nicht geglänzt – in 28 Minuten Überzahl resultierte lediglich ein Schweizer Treffer.

Die fleissig gesammelten Strafminuten bringen auch die Spielweise des lettischen Teams deutlich zum Ausdruck. «Man hat gesehen, dass die Letten unglaublich hart spielen. Die Schweizer müssen sich auf einen harten Fight einstellen», warnt Weber.

Masalskis: Nicht über alle Zweifel erhaben

Als weitere Schwachstelle im Team der Balten machen Weber und Sterchi Ex-Ambri-Goalie Edgars Masalskis aus. Dessen bescheidene Abwehrquote von lediglich 85 Prozent stellt für Weber ein eindeutiges Verdikt dar: «Diese Quote reicht einfach nicht für ein internationales Turnier – Masalskis ist definitiv nicht lupenrein».

Angesichts dieser Mängel und der Qualitäten der Schweizer ist für Chrigu und Chrigel klar, dass die Schweiz als Favorit aufs Eis gehen wird. Doch Weber sieht in den Letten auch ein Team, das schon immer dazu fähig war, den grösseren Nationen ein Bein zu stellen. In unrühmlicher Erinnerung bleibt das Schweizer Achtelfinal-Aus gegen die Balten an Olympia 2014.

Für Weber gibt es nur einen Weg, eine neuerliche Pleite zu verhindern: «Wenn die Schweizer im Powerplay endlich das zeigen, wozu sie fähig sind, können sie gewinnen. Sonst wird’s ein Chrampf.»

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 05.05.15, 16:00 Uhr

3 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Daniel Morales, Uzwil
    Kein Wunder ist die Fangquote von Masalskis nicht wirklich überragend. Schliesslich hat Lettland schon gegen die nominell besten Teams der Gruppe gespielt und dementsprechend viele Tore kassiert. Erinnere gerne an die Olympischen Spiele 2014, als Masalskis die Schweizer mit seinen Paraden zur Verzweiflung gebracht hat. Daher ist bei dieser Analyse Vorsicht geboten.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Jürg Gyger, Mels
    Glen Hanlon ist der falsche Trainer. Es gibt kein Konzept bei Überzahl. Schläpfer wäre ein guter Motivator. Ein Trainer sollte Leidenschaft und den Siegeswillen vorleben.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Armin Tarnutzer, Davos Dorf
      Ist auch meine Meinung dass hanlon der falsche Trainer ist. Dazu kommt dass er "bis jetzt" gar nicht unsere Liga kennt und weiss gar nicht wer mit wem zusammen passt. Das ist mir am letzten Spiel aufgefallen, viele pässe kommen beim Mitspieler auf den falschen fuss die feinabstimmung stimmt überhaupt nicht.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen