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Challenge League Notgroschen für Spieler des FC Biel

Erstmals seit über zwei Monaten haben einige Spieler des vom Konkurs bedrohten Challenge-League-Klubs Biel eine Art Lohn erhalten. Allerdings nicht vom Klub, sondern von möglichen Investoren, die derzeit mit Präsident Häfeli über eine Übernahme verhandeln.

Legende: Audio Erster Lohn seit 2 Monaten abspielen. Laufzeit 00:48 Minuten.
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Seit 2 ½ Monaten warten die Spieler des überschuldeten FC Biel auf ihren Lohn. Eine Gruppe möglicher Investoren hilft nun aus, wie deren Sprecher Dietmar Faes bestätigt. «Wir haben uns bereit erklärt, notleidenden Spielern 2000 Franken vorzuschiessen, damit sie sich zumindest etwas Warmes zu essen kaufen können. In den dringendsten Fällen haben Spieler heute Geld erhalten.»

Die humanitäre Aktion ändert nichts an der Tatsache, dass die Lage beim Tabellen-8. kritisch ist. Die Verhandlungen zwischen dem aktuellen Präsidenten Carlo Häfeli und den Interessenten dauern an. Ziel sei eine nachhaltige Lösung, sagt Faes. «Es bringt nichts, bis Mai weiterzuwursteln und im Juni ist dann doch fertig.» Gleichzeitig strebe man eine «zeitnahe Entscheidung» an.

Letzter Tango in der Tissot-Arena?

In Berner Medien wird der kommende Dienstag als Schlüsseltag genannt, wenn ein Betreibungsverfahren gegen den Klub abgeschlossen werden soll. Ist deshalb vorstellbar, dass das Heimspiel vom Sonntag gegen Schaffhausen der letzte Auftritt der Seeländer in der Challenge League ist? «Vorstellbar ist alles, aber wir hoffen es nicht», sagt Faes.

Sendebezug: Radio SRF 1, 7.3.16, 18:45-Uhr-Bulletin

9 Kommentare

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  • Kommentar von Ch.Serena, Basel
    @Josef Heinrich: Ich bin einverstanden, dass der Lohn eines jeden in der Schweiz gesichert sein sollte. Offenbar ist das gerade im Fussball, insbesondere in der Challenge League, immer schwieriger. Fussballern aus dieser Liga sollte es dennoch möglich sein, täglich etwas warmes zu essen zu bekommen. Da kann man nicht von "humanitärer Aktion" sprechen. Und vielleicht sollte mal jemand den Fussballern erklären, dass eine abgeschlossene Berufslehre genau in dieser Situation hilfreich sein könnte.
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  • Kommentar von Maxi Zadworny, Basel
    Wie kommt es im Schweizer Fussball immer wieder zu solchen Situationen (z.B. Xamax, Servette, Will und jetzt Biel)??? Sind denn die Vereine so leichtgläubig, wenn da jemand daherkommt und die grosse Zukunft verspricht. Bei Xamax, Servette und Will hat es in der Vergangenheit nicht funktioniert und nun hat das Biel versucht. Im Fussball sind sicherlich in vielen Vereinen nicht die intelligentesten Menschen am Ruder, ab so dumm sollte man doch nicht sein..... Ist der nächste Verein wieder Will???
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  • Kommentar von Heinz Hugentobler, Ins
    Traurige Geschichte. der letzten Monate. Droht das gleiche Schicksal wie vor Jahren XAMAX? neues Stadion und dann Zwangsabstieg, wäre bitter und schade für die Region. Einige "Reiche" aus der Gegend in und um Biel: bitte helft dem FC Biel! Unvorstellbar, dass der Club in der 2. oder gar in der 3. Liga spielen soll.
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    1. Antwort von Ch.Serena, Basel
      Da ist eine typisch helvetische Reaktion: Die "Reichen" sollen helfen. Ja, es gibt in der Schweiz genug Menschen, die auf dem Geld hocken. Aber mit der steten Forderung, die "Reichen" sollen helfen, begeben wir uns gleichzeitig immer weiter in deren Abhängigkeit. Der 1. FC Union Berlin ist ein leuchtendes Beispiel, wie ein Verein an seiner Basis Vertrauen schafft: zehntausend haben dort beim Stadionbau mitgemacht. Das ist mehr Wert als ein schwerreicher Geldgeber...
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