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Champions League Das Ludogorets-Spiel und die Personalie Fischer

In der Liga top, in Europa nicht: Im wichtigsten Spiel des Jahres für den FC Basel am Mittwochabend in der Champions League steht auch Coach Urs Fischer im Fokus.

Legende: Audio Quo vadis, Urs Fischer? abspielen. Laufzeit 02:06 Minuten.
02:06 min, aus Fussball vom 23.11.2016.

Es mutet etwas grotesk an: Da führt ein Klub in der heimischen Liga die Tabelle nach 15 Runden ungeschlagen und mit 15 Punkten Vorsprung an – und der Trainer muss sich unangenehme Fragen anhören oder lesen, wie über seine Person spekuliert wird.

Genau dies geschieht beim FC Basel und Urs Fischer. Der Klub vom Rheinknie, der die letzten 7 Meisterschaften alle gewonnen hat, ist dem Rest der Liga längst enteilt. Klar, dass er auch auf europäischer Ebene Ambitionen hegt.

Sie sind Bestandteil des Jobs.
Autor: Urs Fischerzu den Spekulationen um seine Person

Und dies durchaus mit Erfolg: Unter Fischers Vorgängern schlug man manch grosses Team, überstand in der Champions League dreimal die Gruppenphase und erreichte in der Europa League einmal die Halbfinals.

Unter Fischer verpasste der FCB indes im letzten Jahr den Einzug in die Champions League und heuer, als vorqualifiziertes Team, stehen die «Rotblauen» nach 4 Runden mit bloss einem Punkt da. Am Mittwochabend geht es bei Ludogorets Rasgrad darum, wenigstens noch in der Europa League mittun zu dürfen.

Ein einzelnes Spiel hat keinen Einfluss auf die Trainersituation.
Autor: Bernhard HeuslerFCB-Präsident

Und damit wären wir wieder bei den Spekulationen: Wie geht es Ende Saison weiter mit Fischer, sollte die EL-Gruppenphase verpasst werden? Der 50-jährige Zürcher besitzt beim FCB noch einen Vertrag bis Ende Saison mit Option auf ein weiteres Jahr.

Rückendeckung des Präsidenten

«Ein einzelnes Spiel hat keinen Einfluss auf die Trainersituation», betont FCB-Präsident Bernhard Heusler. Und auch der Coach selber möchte die Affiche nicht noch grösser machen, als sie bereits ist. Zu den Diskussionen um seine Person sagt er: «Das ist meinen Vorgängern nicht anders ergangen. Sie sind Bestandteil des Jobs.» Aber auch ihm ist bewusst: Nur ein Sieg in Bulgarien kann die Diskussionen verstummen lassen.

Sendebezug: Radio SRF 1, Abendbulletin, 22.11.16, 18:45 Uhr

TV-Hinweis

TV-Hinweis

SRF zwei überträgt die Partie Ludogorets - Basel am Mittwoch ab 20:00 Uhr live. Das Spiel gibt es auch im Livestream zu sehen.

6 Kommentare

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  • Kommentar von Urs Sahli (sahliu)
    Was soll dieses Geheule um Trainer Urs Fischer? Gewisse Fans und z.T. (leider) auch Medienschaffende scheinen hier jeglichen Realitätssinn verloren zu haben. Soll zuerst mal ein Trainer die Leistungen von Herrn Fischer übertreffen. Im Moment sähe ich einzig Herr Hütter, der aber bei den Young Boys engagiert ist. Also liebe Leute, sachlich bleiben und herunterfahren. Da gäbe es manchen Club der sich "von" schreiben würde, hätte er einen Trainer wie Herr Fischer.
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  • Kommentar von Beat Reuteler (br)
    Der Trainer steht in diesem Fall überhaupt nicht im Fokus. Nur die Presse sähe dies gern so. In diesem Sinn stimme ich dem Trainer absolut zu.
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  • Kommentar von Matthias Schmidt (Matze)
    Es wäre bei weitem besser, der FCB würde national richtig gefordert werden und zwar von Woche zu Woche, so wie das die grossen Teams werden. Nur dann ist nachhaltiger Erfolg in Europa möglich und nicht nur ein paar Eintagsfliegen. Herr Fischer ist der Letzte, der dafür verantwortlich ist, sondern der Rest der Liga, der es nicht schafft, dauerhaft konkurrenzfähige Kader zusammenzustellen.
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    1. Antwort von Werner Aeschlimann (wernz)
      Herr Schmidt was machen Sie so im Leben? Ich hoffe doch recht erfolgreich! Sie sind sich schon bewusst welch beträchtlichen finanziellen Aufwand so ein Fussballklub bedeutet? Sie wissen auch um die Einnahmen hier? Basel macht das toll klar, aber auch hier war einmal ein bisschen Anschub nötig. Viel Erfolg Ihnen!
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