Die Offensive als Opfer des Basler Rotationsprinzips

Unter Paulo Sousa gibt es beim FC Basel nur noch ganz wenige Stammspieler. Auch in der Champions League rotiert der FCB-Trainer sein Team durch die Gruppenphase. Die «Opfer» dieses Systems sind die Offensiv-Spieler.

Stürmer Shkelzen Gashi wartet noch immer auf seinen ersten Champions-League-Einsatz beim FC Basel. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Null Spielminuten. Stürmer Shkelzen Gashi wartet noch immer auf seinen ersten Champions-League-Einsatz beim FC Basel. Reuters

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TV-Hinweis

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Die CL-Partie des FC Basel gegen Ludogorets Rasgrad können Sie am Dienstag ab 20 Uhr live auf SRF zwei und auf www.srf.ch/sport mitverfolgen.

Erst 3 Partien sind in dieser Champions-League-Saison gespielt, doch beim FC Basel stand schon beinahe das ganze Kader auf dem Rasen in der «Königsklasse». Bereits 20 Spieler hat Paulo Sousa eingesetzt. Jedoch nur eine Handvoll hat noch keine Spielminute verpasst. «Es gibt verschiedene Wege zum Sieg», sagt der Basler Trainer zu seinem Rotationsprinzip, «und ich will in meinem Kader immer auf alle setzen.»

Kontinuität in der Defensive

Zu den «Gewinnern» von Sousas Wechsel-Taktik gehören die Defensiv-Spieler. Torhüter Tomas Vaclik, die Innenverteidiger Fabian Schär und Marek Suchy, Aussenläufer Taulant Xhaka und Mittelfeld-Regisseur Mohamed Elneny durften alle 3 Partien durchspielen. Eine gewisse Kontinuität ist im FCB-Kader also trotzdem vorhanden.

Gashi, der «Verlierer» der Rotation

In der Offensive hingegen konnten einige Spieler ihre Qualitäten in der Champions League noch nicht wirklich unter Beweis stellen. Der grösste «Verlierer» diesbezüglich ist Shkelzen Gashi. Der neu verpflichtete Stürmer hat noch keine Minute gespielt. Nur zu Kurzeinsätzen kamen Giovanni Sio, Yoichiro Kakitani und Matias Delgado. Das Trio kommt zusammen auf magere 37 Spielminuten.

Auch Davide Callà stand nur gegen Rasgrad in der Startformation. Trotzdem verteidigt er das Rotationsprinzip seines Trainers. «Die Spannung bleibt deutlich höher wenn die Startformation nicht schon Tage vor dem Spiel bekannt ist», sagt der Flügelspieler.

Frei: «Entscheidungen akzeptieren»

Paulo Sousa stärkt mit den vielen Wechseln auch das Vertrauen in seine Spieler. Jeder bekommt das Gefühl, dass er gebraucht wird. Trotzdem sei es nicht leicht, die wichtigen Partien auf der Ersatzbank oder gar auf der Tribüne mitverfolgen zu müssen. «Manchmal trifft es dich härter, wenn du nicht spielst», sagt Fabian Frei. «Aber wir haben die Entscheidungen des Trainers zu akzeptieren.» Im kapitalen Heimspiel gegen Ludogorets Rasgrad geht Paulo Sousas Rotationsprinzip in die nächste Runde. Gut möglich, dass sich wieder neue Spieler aus dem FCB-Kader in der Champions League bewähren können.

Sendebezug: Radio SRF 1, Abendbulletin, 03.11.2014, 18:45 Uhr.