Zum Inhalt springen
Inhalt

Champions League Gegen die Kleinen klappt es, gegen die Grossen nicht

Real Madrid und Cristiano Ronaldo tun sich gegen die Top-Teams schwer. Im Achtelfinal-Rückspiel der Champions League spricht trotzdem wenig für die AS Roma.

Cristiano Ronaldo.
Legende: Wann netzt er wieder gegen ein Top-Team ein? Cristiano Ronaldo. Keystone

Ist die AS Roma ein grosses Team? Nimmt man Cristiano Ronaldo als Indikator, fällt die Antwort negativ aus. Denn von seinen 39 Saisontoren hat der Portugiese 38 gegen sogenannt kleine Mannschaften erzielt. Hinzu kommt der Treffer gegen die Roma beim 2:0 im Hinspiel.

Gegen die 4 besten Teams der Primera Division (Barcelona, Atletico, Villarreal und Sevilla) blieb «CR7» in total 5 Spielen ohne Torerfolg – und Real ohne Sieg. Man könnte also auch darüber diskutieren, ob Real aktuell eine grosse Mannschaft ist.

Gegen diese Gegner traf Cristiano Ronaldo

Wettbewerb
Tore
Gegner
Champions League
12Malmö (6), Schachtar Donezk (5), AS Roma (1)
Primera Division
27Espanyol Barcelona (8), Celta Vigo (5), Levante (2), Rayo Vallecano (2), Real Sociedad (2), Sporting Gijon (2), Bilbao (2), Malaga (1), Las Palmas (1), Eibar (1), Getafe (1)

Auch gegen PSG in der CL-Gruppenphase netzte Ronaldo nicht ein. Fakt ist: Läuft es ihm nicht, läuft es auch Real nicht. Das 7:1 vom Samstag gegen Celta Vigo, als dem 31-Jährigen 4 Treffer gelangen, täuscht nicht darüber hinweg, dass der 3-fache Weltfussballer nicht mehr unwiderstehlich ist. Ronaldos Leistungen sind inkonstant und das Madrider Publikum hat seinen eitlen Rundumschlag nach der Derby-Niederlage gegen Atletico («wenn alle mein Level hätten, wären wir Spitzenreiter») nicht goutiert.

Es gibt Leute, die Cristiano verkaufen wollen? Ich nicht.
Autor: Zinédine ZidaneReal-Trainer
Legende: Video Zidane über die Kritik (spanisch, Quelle SNTV) abspielen. Laufzeit 00:48 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 07.03.2016.

Zidane muss Ronaldo schützen

Coach Zinédine Zidane musste dem Superstar in letzter Zeit immer öfter den Rücken stärken. Er selber habe in seiner Karriere nie 4 Tore erzielt, sagte der Franzose nach dem Kantersieg. Am Tag vor dem Rückspiel gegen die Roma zog «Zizou» nach. Zidane stellte an der Medienkonferenz klar: «Cristiano ist einzigartig. Er kann bei uns den Unterschied ausmachen.»

Bei der Roma (fast) alles Spalletti

Auch bei der AS Roma ist nicht alles paletti. Coach Luciano Spalletti strich Altstar Francesco Totti vor zwei Wochen aus dem Kader. Der 39-Jährige hatte sich öffentlich über seine Joker-Rolle beschwert. Beim 4:1-Sieg gegen die Fiorentina am letzten Freitag kam Totti immerhin eine Viertelstunde zum Einsatz.

Die Formkurve der Römer stimmt aber. Dank dem 7. Sieg in Serie in der Meisterschaft belegen sie den 3. Rang. Mohamed Salah trifft und trifft (6 Tore aus den letzten 6 Spielen). Beim 0:2 im Hinspiel in Rom gegen Real hatte der pfeilschnelle Ägypter zu wenig aus seinen Chancen gemacht.

Schalke machte es (fast) vor

Dass die Zweitore-Hypothek noch nicht zwangsläufig das Ende bedeuten muss, bewies Schalke 04 vor einem Jahr. Die Deutschen verloren zuhause das Hinspiel mit 0:2 und brachten die «Königlichen» im Rückspiel an den Rand einer Blamage. Mit 4:3 siegte Schalke im Bernabeu-Stadion und verpasste in der Schlussphase den Nackenschlag nur knapp.

Sendebezug: Laufende Berichterstattung zur Champions League

TV-Hinweis

TV-Hinweis

Das Achtelfinal-Rückspiel zwischen Real Madrid und der AS Roma zeigen wir Ihnen am Dienstag ab 20:30 Uhr live auf SRF info und im Stream auf srf.ch/sport.

7 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Hans peter, Dort wo du nicht bist
    Meiner meinung nach kann man shaktor donezk nach starken leistungen in der CL in den letzten jahren auch nicht mehr zu den kleinen zählen. Und auch celta vigo oder bilbao sind das meiner meinung nach nicht. Aber das alle gleich zweifeln am können von Ronaldo war natürlich klar. Als Messi anfangs saison nicht so in form war hörte man keinen mucks, aber bei vorverurteilten arroganz-fussballern ist das ja kein problem. Ich werde auf jeden fall in guten sowie in schlechten zeiten das unterstützen,
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Hans peter, Dort wo du nicht bist
      Was ronaldo macht. Und an alle Messi fans die jetzt aus ihren löchern gekrochen kommen und mit dem finger auf jeden makel zeigen müssen, ich versteh euch nicht. Es haben auch nicht alle Messi geshitstormt als die sache mit der steuerhinterziehung am laufen war... Aber ja...
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Louis Süsstrunk, Winterthur
    Wenn Real Madrid keine grosse Mannschaft mehr wäre, würde Fussball nicht mehr Fussbal sein! Nur weil jetzt irgendeine Statistik nicht unbedingt für sie spricht, muss es natürlich gleich überall in den Medien stehen! Real ist und bleibt eine grosse Mannschaft!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Sebastian Senn, Dürnten
    Jemanden der die Torschützenliste in Spanien anführt, sowie auch in der Champions League in 7 Spielen 12 mal getroffen hat(bester Wert), jemanden der im Durchschnitt mehr als ein Tor pro Spiel schiesst,als "unkonstant" und "nicht mehr unwiderstehlich" zu betiteln ist einfach komplett falsch. Und dies nachdem er am Wochenende mit 4 zum Teil sehenswerten Toren seine UNWIDERSTEHLICHKEIT eindeutig gezeigt hat. Also Ronaldo nicht ständig kritisieren sondern lieber seine schönen Tore geniessen;)!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen