Malmö trickst: Weniger Platz für Ronaldo und Co.

Malmö geht als krasser Aussenseiter in die Champions-League-Partie gegen Real Madrid. Um dem Favoriten womöglich doch ein Bein zu stellen, greifen die Schweden tief in die Trickkiste.

Das Swedbank-Stadion in Malmö. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Wird extra «zurechtgestutzt» Das Swedbank-Stadion in Malmö. Imago

Malmö hat für seine Anhänger eine Liste von Fangesängen veröffentlicht, um den Madrilenen in der 21'000 Zuschauer fassenden Swedbank-Arena einzuheizen. Ausserdem wurden die Ausmasse des Spielfeldes vor dem Duell mit den Königlichen offenkundig bewusst reduziert.

Fotos vom Abschlusstraining am Dienstag zeigen, dass die Seitenauslinie um etwa einen Meter nach innen verlegt worden war. Hinter dem Kniff steckt die Idee, dem haushohen Favoriten so wenig wie möglich Raum zur Entfaltung zu gestatten, ohne die vorgeschriebenen Mindestmasse zu missachten.

In Madrid nimmt man die «Massnahme» gelassen zur Kenntnis. Das Spielfeld entspreche weiterhin den UEFA-Regeln und auch im Bernabeu sei der Platz nicht breiter, hiess es im spanischen Radio.

Muss Messi Ronaldo ziehen lassen?

Ob es Ronaldo davon abhalten wird, seinen Torrekord in der Champions League weiter auszubauen, ist eine andere Frage. Der Portugiese führt diese Liste mit 80 Treffern vor Lionel Messi (77) an. Der Argentinier fällt aufgrund einer Bänderverletzung aber für längere Zeit aus und muss seinen Konkurrenten womöglich ziehen lassen.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 29.09.2015, 20:00 Uhr